Die aktuelle Dürrekarte des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung zeigt ein gespaltenes Bild: Während der Westen und Norden Mecklenburg-Vorpommerns normale bis leicht feuchte Bodenverhältnisse aufweisen, ist der Osten und Südosten des Landes deutlich trocken. Dort überwiegen moderate bis schwere Dürre. Der Boden bis 1,80 Meter Tiefe ist flächenweise von schwerer Dürre betroffen, besonders im östlichen Landesteil von der mecklenburgischen Seenplatte bis zur Grenze nach Brandenburg.

Osten trocken, Westen und Norden mit normalem Feuchtehaushalt
Die Trockenheit konzentriert sich klar auf den östlichen Landesteil. In diesem Bereich zeigt die Karte rote und orange Flächen, die auf moderate bis schwere Dürre hindeuten. Der Westen hingegen — von der Lübecker Bucht bis zur Mecklenburgischen Seenplatte — bleibt überwiegend grün oder blaugetönt und signalisiert normale Bodenfeuchte. Der Norden weist ebenfalls keine Trockenheit auf und bleibt außerhalb der Dürreindikation.
Geringe Niederschläge der vergangenen Woche verstärken den Befund
In der vergangenen Woche fielen durchschnittlich 3,8 Millimeter Niederschlag — ein für Herbst deutlich zu niedriger Wert. Die durchschnittliche Temperatur lag bei 9 Grad Celsius, die Höchsttemperatur bei 13,6 Grad. Wenngleich diese Werte im November nicht außergewöhnlich sind, zeigt die Kombination aus wenig Regen und dem 14-Tage-Mittel der Dürrekarte, dass der Boden bis in die Tiefe unter Trockenstress steht — besonders im Osten. Der Oberboden hat sich durch gelegentliche Niederschläge partiell erholt, doch die tieferen Schichten reagieren träge auf solche kurzfristigen Regenmengen.
Folgen für Grundwasser und Vegetation
Die andauernde Trockenheit im Osten gefährdet die Grundwasserneubildung. In landwirtschaftlich genutzten Gebieten können Kulturen bei anhaltender Bodentrockenheit auch im Herbst Ertragsverluste erleiden. Die noch ausstehende Ernte und die Vorbereitung der Felder für das kommende Jahr könnten in betroffenen Regionen erschwert sein. Im Westen und Norden ist die Lage unkritisch.
Aussichten für Niederschlag – kein Regen erwartet
Die kommenden drei Tage bringen keinen Regen. Mit erwarteten Höchsttemperaturen um 9,1 Grad Celsius und Tiefsttemperaturen von 2,4 Grad wird es kalt, aber trocken bleiben. Eine Entspannung der Bodenfeuchtesituation im Osten ist nicht zu erwarten. Die fehlenden Niederschläge werden die Trockenheit in der Tiefe weiter verfestigen.
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