Die aktuelle Dürrekarte des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung zeigt für Mecklenburg-Vorpommern ein gemischtes Bild. Der Südosten und die Mitte des Landes sind von moderater Dürre betroffen, während der Norden und Westen überwiegend normale Bodenfeuchte aufweisen. Etwa 40 bis 50 Prozent der Landesfläche zeigt orange Färbung (moderate Dürre), kleinere Bereiche im südöstlichen Teil sind rot gefärbt (schwere Dürre). Der Norden und der äußerste Westen liegen im grünen Bereich.

Südosten und Mittelbrandenburg trocken, Norden stabil
Im Südosten Mecklenburg-Vorpommerns, besonders zwischen Greifswald und dem Demmin-Gebiet, zeigen sich deutlichere Trockenheitssignale mit Rot auf der Karte. Die mittleren Landesteile sind überwiegend orange gefärbt. Der Norden, insbesondere die Region um die Küste und das Mecklenburg-Strelitz, zeigt normales bis feuchtes Bodengefüge mit grünen und blaugrünen Bereichen. Diese regionale Differenzierung deutet darauf hin, dass die Trockenheit geografisch begrenzt ist, während große Teile unserer Landesfläche ausreichend versorgt sind.
Mangelnde Niederschläge verstärken die Lage in der Tiefe
Die vergangenen sieben Tage brachten durchschnittlich nur 0,2 Millimeter Niederschlag — praktisch kein Regen. Die Temperaturen lagen im Durchschnitt bei 7,9 Grad Celsius, mit Höchstwerten um 13,2 Grad. Die Karte zeigt den Boden bis in eine Tiefe von 1,80 Meter. In dieser Tiefe reagiert das Bodenwasser träge: Kurze Regenschauer wirken sich kaum aus, länger andauernde Trockenheit braucht Zeit zum Eindringen. Die bisherige Dürre wird durch die fehlenden Niederschläge der vergangenen Woche bestätigt. Besonders in den südöstlichen Regionen, wo bereits schwere Trockenheit zu sehen ist, führt dies zu einer Verschärfung der Lage für Landwirtschaft und Grundwasserneubildung.
Aussichten für Niederschlag – kein Regen in den nächsten drei Tagen
Die Vorhersage zeigt für die kommenden drei Tage keinen Niederschlag. Die Höchsttemperaturen werden um 7,7 Grad liegen, die Tiefstwerte um 1,1 Grad. Die trockenen Bedingungen halten an. Ohne bedeutende Regenfälle wird sich der Feuchtemangel in den tieferen Bodenschichten weiter verfestigen, besonders in den bereits betroffenen südöstlichen und mittleren Regionen.
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