Der Boden bis in eine Tiefe von 1,80 Meter ist in Rheinland-Pfalz überwiegend von schwerer bis extremer Trockenheit geprägt. Die aktuelle Dürrekarte des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung zeigt, dass etwa 80 Prozent der Landesfläche rot oder dunkelrot gefärbt sind. Nur der nördliche Rand, insbesondere im Bereich der Eifel und des Westerwaldes, zeigt hellgelbe bis orange Bereiche, die auf ungewöhnliche bis moderate Trockenheit hindeuten.

Süden und Mitte unter extremer Dürre
Dunkelrot dominiert die Pfalz, das Moseltal, das Rheintal und große Teile der Rheinhessen-Region. Hier herrscht extreme Dürre vor. Im Hunsrück und der Eifel wechseln sich rote und dunkelrote Pixel ab, was auf schwere bis extreme Trockenheit hindeutet. Nur schmale Streifen im Norden zeigen hellgelbe Färbung mit gelegentlichen orangen Flecken — diese Bereiche sind deutlich weniger betroffen, bleiben aber unter normalen Feuchtegehalten.
Wenig Niederschlag, moderate Temperaturen
In der vergangenen Woche fielen durchschnittlich 9,5 Millimeter Niederschlag — für die trockenen Bodenschichten bis 1,80 Meter Tiefe eine unzureichende Menge. Die Durchschnittstemperatur lag bei 17,4 Grad Celsius, die Höchsttemperatur bei 26,3 Grad Celsius. Der Boden reagiert träge auf kurzfristige Niederschläge. Die begrenzte Wasserzufuhr bei gleichzeitig anhaltend trockener Witterung wird die Trockenheit in den betroffenen Regionen fortsetzen.
Folgen für Landwirtschaft und Grundwasser
Die schwere und extreme Dürre gefährdet das verfügbare Bodenwasser für Kulturen in fortgeschrittenen Wachstumsphasen. Künstliche Bewässerung kann diese Defizite nur regional ausgleichen und belastet die Wasserversorgung zusätzlich. Der Grundwasserneubildung schaden die anhaltend geringen Niederschläge erheblich — unter diesen Bedingungen findet praktisch keine Auffüllung natürlicher Speicher statt. Forstbestände in trockengefährdeten Lagen zeigen Stresssymptome, die Waldbrandgefahr bleibt erhöht.
Aussichten für Niederschlag — nur geringe Mengen erwartet
In den kommenden drei Tagen werden etwa 2 Millimeter Niederschlag erwartet, bei Höchsttemperaturen von 27 Grad Celsius. Diese Regenmenge ist für die Entspannung der Bodenfeuchte in der Tiefe unzureichend. Die Trockenheit wird sich voraussichtlich weiter fortsetzen.
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