Die aktuelle Dürrekarte des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung zeigt ein deutlich gespaltenes Bild für Rheinland-Pfalz. Etwa 80 Prozent der Landesfläche weist extreme Dürre auf, besonders der Süden und die Mitte sind flächenweise betroffen. Der Norden, insbesondere die Eifel und Teile des Berglands, zeigt dagegen moderate Dürre und stellenweise normale Feuchte.

Süden und Mitte: extreme Trockenheit bis in die Tiefe
Der Boden bis 1,80 Meter Tiefe ist im Westen, Süden und in der Mitte des Landes extrem ausgetrocknet. Besonders die Regionen um den Mittelrhein, die Pfalz und das südliche Rheinhessen zeigen die dunkelrot gefärbten Bereiche der Karte. Der Norden, besonders das Moselgebiet und Teile der Nordeifel, kommt mit moderater Dürre oder lokal normalen Bodenbedingungen davon.
Niederschlag der Woche verstärkt den Widerspruch nicht
In den vergangenen sieben Tagen fielen 20,2 Millimeter Regen, was für Oktober ein eher gemäßigtes Ergebnis darstellt. Dieser Niederschlag benetzt den Oberboden, dringt aber nur träge in die Tiefe von 1,80 Meter ein, wo die extreme Trockenheit anhält. Die Durchschnittstemperatur der vergangenen Woche lag bei 12,4 Grad Celsius bei einer Höchsttemperatur von 22,5 Grad — noch mild für Oktober, aber trocken genug, um die Verdunstung zu fördern.
Folgen für Grundwasser und Vegetation
Die extreme Trockenheit bis in die tieferen Bodenschichten belastet Grundwasserleiter und mehrjährige Pflanzen wie Bäume. Für die Landwirtschaft bedeutet die Mischungslage eine unterschiedliche Herausforderung: Während der Süden erneut mit Wassermangel kämpft, profitiert der Norden vorübergehend von besseren Bedingungen. Ohne anhaltende Niederschläge wird sich die Lage in den kommenden Wochen nicht entscheidend entspannen.
Aussichten für Niederschlag – kaum Regen in den nächsten drei Tagen
Für die nächsten drei Tage sind lediglich 0,4 Millimeter Niederschlag zu erwarten. Das reicht nicht aus, um den Boden in der Tiefe zu regenerieren. Die erwarteten Höchsttemperaturen von 14,5 Grad Celsius bleiben moderat, aber die Trockenheit wird sich weiter verfestigen.
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