Bodenfeuchte Rheinland-Pfalz: 11,3 Millimeter Regen in 7 Tagen — schwere Trockenheit hält an

[Trockenheit]

Die aktuelle Dürrekarte des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung zeigt Rheinland-Pfalz überwiegend von schwerer Dürre betroffen. Etwa 80 Prozent der Landesfläche weisen rote Färbung auf, was schwere Trockenheit bis in eine Tiefe von 1,80 Metern anzeigt. Im Westen und Südwesten treten dunkelrote Flecken auf, die extreme Dürre markieren. Nur der Norden und Nordosten zeigen orangefarbene oder hellgelbe Bereiche mit moderater beziehungsweise ungewöhnlicher Trockenheit.

Aktuelle Dürrekarte Rheinland-Pfalz (Quelle: Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung)
Aktuelle Dürrekarte Rheinland-Pfalz (Quelle: Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung)

Süden und Mitte besonders betroffen

Die intensivste Trockenheit konzentriert sich auf die Landesfläche zwischen Mosel und Rhein sowie in der Eifel. Hier dominiert die dunkelrote Färbung extreme Dürre. Die Hunsrück-Region und Teile der Pfalz sind ebenfalls von schwerer bis extremer Trockenheit geprägt. Der Norden um die Lahn zeigt dagegen moderatere Werte mit orangen und hellgelben Bereichen. Die Rheinebene im Westen bleibt ein kritischer Punkt mit durchgehend dunkler Färbung.

Niederschlag der Vorwoche verstärkt die Lage nicht

In den vergangenen sieben Tagen fielen im Durchschnitt 11,3 Millimeter Regen — zu wenig, um die tieferen Bodenschichten zu regenerieren. Die Dürrekarte zeigt den Bodenzustand als 14-Tage-Mittel, daher reagiert der Boden in 1,80 Metern Tiefe träge auf kurzfristige Niederschläge. Die Durchschnittstemperatur der vergangenen sieben Tage von 9,9 Grad und die Höchsttemperatur von 20,8 Grad haben keine zusätzliche Belastung gebracht, doch ohne ausreichenden Niederschlag bleibt die Wasserbilanz negativ. Der Oberboden könnte sich nach den jüngsten Regen teilweise erholt haben, die tieferen Schichten aber zeigen das Defizit der vorangegangenen trockenen Phase.

Aussichten für Niederschlag – 8,4 Millimeter erwartet

In den kommenden drei Tagen werden 8,4 Millimeter Niederschlag erwartet. Diese Menge reicht nicht aus, um die schwere bis extreme Trockenheit in der Tiefe wesentlich zu entspannen. Die erwarteten Höchsttemperaturen von 10,7 Grad und Tiefsttemperaturen von 5,6 Grad deuten auf kühlere Bedingungen hin, was den Wasserverlust durch Verdunstung begrenzt. Ohne stärkere Regenfälle in den kommenden Wochen wird sich die Lage für die Landwirtschaft und die Grundwasserspeisung weiter verschärfen.

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