Die aktuelle Dürrekarte des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung zeigt für Rheinland-Pfalz ein gespaltenes Bild: Während der Norden und Osten mit moderater bis schwerer Dürre kämpfen, dominieren im Süden und in der Mitte dunkelrote Flächen – Zeichen extremer Dürre. Der Boden bis 1,80 Meter Tiefe ist in großen Teilen unseres Landes erheblich ausgetrocknet.

Süden und Mitte am stärksten betroffen
Die extreme Dürre konzentriert sich auf die südlichen Landesteile und die mittleren Regionen, insbesondere in der Eifel und im Westerwald. Hier zeigt sich der Boden über längere Zeit hinweg deutlich trockener als normal. Der Norden und Nordosten werden von oranger Färbung bestimmt – moderate Dürre, ein Zeichen erhöhter Trockenheit. Lediglich vereinzelte Gebiete im äußersten Norden zeigen noch gelb gefärbte Zonen, die auf ungewöhnlich trockene Bedingungen hindeuten. Grüne oder blaue Bereiche, die normale bis feuchte Bodenverhältnisse anzeigen würden, sind auf dieser Karte kaum sichtbar.
Bisherige Niederschläge reichen nicht aus
In der vergangenen Woche fielen im Durchschnitt 22,9 Millimeter Regen – eine Menge, die unter dem langjährigen Oktober-Durchschnitt liegt. Gleichzeitig lag die Durchschnittstemperatur bei 8,2 Grad Celsius, die Höchsttemperatur erreichte 15 Grad. Diese Werte sind für Ende Oktober typisch, ändern aber wenig an der Grundlage: Der Boden reagiert auf Niederschläge träge. Das bedeutet, dass selbst moderate Regenmengen in den obersten Schichten zunächst aufgefangen werden, bevor das Wasser langsam in tiefere Lagen eindringt. Die Trockenheit in 1,80 Meter Tiefe spiegelt daher eher die Situation der vergangenen Wochen und Monate wider als kurzfristige Regenereignisse.
Aussichten für Niederschlag – kein Regen in Sicht
Für die kommenden drei Tage ist kein Niederschlag zu erwarten. Die Höchsttemperatur wird sich auf etwa 8,8 Grad einpendeln, Schneefall ist nicht prognostiziert. Ohne Regen bleibt die Chance gering, dass sich die tieferen Bodenschichten in absehbarer Zeit regenerieren. Für Landwirtschaft und Forstwirtschaft verschärft sich dadurch die Situation weiter – besonders die Baumbestände in den betroffenen südlichen und mittleren Regionen sind auf Wasserzufuhr angewiesen.
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