Der Boden bis in eine Tiefe von 1,80 Meter in Sachsen-Anhalt zeigt ein gemischtes Bild aus schwerer und extremer Trockenheit. Die aktuelle Dürrekarte des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung zeigt, dass etwa 65 Prozent der Landesfläche von roter oder dunkelroter Färbung geprägt sind, was schwerer bis extremer Dürre entspricht. Etwa 35 Prozent sind orange gefärbt und weisen moderate Trockenheit auf. Hellgelbe Bereiche, die auf ungewöhnliche Trockenheit hindeuten, sind nur vereinzelt im westlichen Landesteil zu sehen.

Süden und Mitte am stärksten betroffen
Die extremste Trockenheit (dunkelrot) konzentriert sich auf einen breiten Streifen vom südlichen Harzvorland über die Region Magdeburg bis in die Elbe-Saale-Region. Hier herrscht extreme Dürre vor. Der mittlere Westen und die Altmark zeigen überwiegend orange Färbung, was auf moderate Trockenheit hindeutet. Einzelne hellgelbe Flecken im Westen deuten auf leicht bessere, aber immer noch unterdurchschnittliche Feuchtegehalte hin.
Regen reicht nicht aus, Hitze verstärkt die Austrocknung
In den vergangenen sieben Tagen fiel im Durchschnitt 13,8 Millimeter Niederschlag — eine Menge, die unterhalb des statistischen Durchschnitts für August liegt. Gleichzeitig herrschten hohe Temperaturen vor: die Durchschnittstemperatur der vergangenen sieben Tage lag bei 19,7 Grad Celsius, die Höchsttemperatur erreichte 35,9 Grad Celsius. Der Boden reagiert träge auf kurzfristige Niederschläge. Die anhaltende Hitze bei gemessen geringeren Niederschlägen wird die Trockenheit in bereits betroffenen Regionen weiter fortsetzen.
Folgen für Landwirtschaft und Grundwasser
Die schwere bis extreme Dürre gefährdet das verfügbare Bodenwasser für Kulturen in fortgeschrittenen Wachstumsphasen. Künstliche Bewässerung kann die Defizite nur regional ausgleichen und belastet die Wasserversorgung zusätzlich. Der Grundwasserneubildung schaden die anhaltend niedrigen Niederschläge erheblich — unter diesen Bedingungen findet praktisch keine Auffüllung natürlicher Speicher statt. Forstbestände in trockengefährdeten Lagen zeigen zunehmend Stresssymptome, die Waldbrandgefahr bleibt erhöht.
Aussichten für Niederschlag — kein Regen in den nächsten drei Tagen
Für die kommenden drei Tage ist kein Niederschlag zu erwarten. Die Höchsttemperatur wird 22,2 Grad Celsius erreichen, die Tiefsttemperatur 10,6 Grad Celsius. Ohne Wasserzufuhr wird sich die Bodentrocknung in den bereits betroffenen Regionen fortsetzen, eine kurzfristige Entspannung ist nicht in Sicht.
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