Bodenfeuchte Sachsen-Anhalt: 4,6 Millimeter Regen in 7 Tagen — Trockenheit verschärft sich

Der Boden bis in eine Tiefe von 1,80 Meter ist in Sachsen-Anhalt überwiegend zu trocken. Die aktuelle Dürrekarte des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung zeigt, dass etwa 70 Prozent der Landesfläche von schwerer bis extremer Dürre betroffen sind. Rot und dunkelrot dominieren in der Mitte und im Süden des Landes, während der Norden mit Flächen in Orange und einzelnen hellgelben Bereichen etwas bessere Bedingungen aufweist.

Aktuelle Dürrekarte Sachsen-Anhalt (Quelle: Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung)
Aktuelle Dürrekarte Sachsen-Anhalt (Quelle: Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung)

Süden und Mitte am stärksten betroffen

Die dunkelroten Bereiche konzentrieren sich auf die südliche Hälfte Sachsen-Anhalts, besonders zwischen dem Harz und der Mitteldeutschen Börde. Hier herrscht extreme Dürre vor. Im zentralen Teil und entlang der Elbe wechseln sich rote und orange Färbungen ab, die auf schwere bis moderate Dürre hinweisen. Der Norden um Magdeburg und die Altmark zeigen hingegen orange bis hellgelbe Töne und deuten auf moderate bis ungewöhnliche Trockenheit hin. Nur vereinzelte grüne Flecken im äußersten Norden deuten auf normale Bodenfeuchte hin.

Wenig Regen, anhaltende Hitze

In den vergangenen sieben Tagen fiel durchschnittlich 4,6 Millimeter Niederschlag — deutlich unter dem erforderlichen Bedarf. Die Durchschnittstemperatur lag bei 20 Grad Celsius, die Höchsttemperatur erreichte 29,6 Grad Celsius. Der Boden reagiert träge auf kurzfristige Niederschläge. Die anhaltende Wärmezufuhr bei geringer Wasserzufuhr wird die Trockenheit in den bereits betroffenen Regionen weiter verschärfen, besonders in den tieferen Bodenschichten.

Folgen für Landwirtschaft und Grundwasser

Die schwere und extreme Dürre beeinträchtigt das verfügbare Bodenwasser für Kulturen in fortgeschrittenen Wachstumsphasen. Künstliche Bewässerung kann diese Defizite nur regional ausgleichen und belastet die Wasserversorgung zusätzlich. Der Grundwasserneubildung schaden die geringen Niederschläge erheblich — unter diesen Bedingungen findet eine natürliche Auffüllung der Speicher praktisch nicht statt. Forstbestände in trockengefährdeten Lagen zeigen Stresssymptome; die Waldbrandgefahr bleibt erhöht.

Aussichten für Niederschlag – kein Regen in den nächsten drei Tagen

Für die kommenden drei Tage ist kein Niederschlag zu erwarten. Die Temperaturen werden bei Höchstwerten um 22,2 Grad Celsius liegen. Ohne Wasserzufuhr wird sich die Bodenfeuchte in den bereits betroffenen Regionen weiter verringern und das Dürreproblem bis in tiefere Bodenschichten fortsetzen.

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