Die aktuelle Karte des UFZ-Dürremonitors zeigt für Sachsen-Anhalt ein differenziertes Bild der Bodenfeuchte. Der Südosten und die Mitte des Bundeslandes sind deutlich trockener als der Norden und Westen. Orange Flächen (moderate Dürre) prägen große Teile des Südens und der östlichen Regionen, während rote Flecken (schwere Dürre) punktuell in Süd- und Mittelbereichen auftreten. Der Norden und Westen zeigen hingegen hellgelbe bis beige Töne (ungewöhnlich trocken bis normal). Die Karte ist ein 14-Tage-gleitendes Mittel und erfasst die Bodenfeuchte bis 1,80 Meter Tiefe.

Südosten unter moderater bis schwerer Dürre
Der südöstliche Landesteil verzeichnet die höchste Trockenheit. Großflächig orange gefärbte Regionen deuten auf moderate Dürrebedingungen hin, wie sie statistisch etwa alle zehn Jahre auftreten. Einzelne rote Areale, insbesondere im südlichen Mittelraum, zeigen Bereiche mit schwerer Dürre (alle 20 Jahre). Der Norden und Teile des Westens sind dagegen weniger betroffen und zeigen überwiegend hellgelbe bis normale Feuchtemuster. Wenige kleine blaue Flecken im Nordwesten deuten auf lokal normale Bodenfeuchte hin.
Aktuelle Wetterlage verschärft die Trocknung
Die Wetterdaten der letzten sieben Tage zeigen Niederschläge von durchschnittlich 29,4 Millimetern — ein moderates Aufkommen, das jedoch vor allem den oberflächlichen Boden kurzfristig befeuchtet. Der Gesamtboden bis 1,80 Meter reagiert auf solche Niederschläge träge. Zeitgleich lagen die Höchsttemperaturen bei 39,8 Grad Celsius, was die Verdunstung erhöht. Für die kommenden drei Tage werden kein Niederschlag und Höchsttemperaturen um 32,3 Grad erwartet. Dies wird die bereits trockenen Bedingungen im Süden weiter verstärken.
Folgen für Landwirtschaft und Wasserhaushalt
Die moderate Dürre im Südosten kann Ertragseinbußen in sommerlichen Kulturen mit sich bringen, insbesondere wenn der Tiefboden bereits dezimiert ist. Grünland und späte Kulturen sind anfälliger für Trockenstress. Die schweren Dürrezonen erfordern gezielte Bewässerung, wo sie verfügbar ist. Der weniger betroffene Norden profitiert von besserer Wasserverfügbarkeit. Der Grundwasserhaushalt bleibt angespannt: Die träge Reaktion des Gesamtbodens bedeutet, dass Neubildungsraten niedrig bleiben, auch wenn kurzfristig Regen fällt.
Datenquelle: UFZ-Dürremonitor (Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung). Die Karte wird wöchentlich aktualisiert.
Den aktuellen Wetterbericht für Sachsen-Anhalt finden Sie hier.
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