Bodenfeuchte Schleswig-Holstein: Süden mit moderater Trockenheit, Norden unauffällig

[Teilweise zu trocken]

Der UFZ-Duerremonitor zeigt für Schleswig-Holstein am 9. August 2026 ein differenziertes Bild: Während der Norden und Westen des Landes normale bis leicht erhöhte Bodenfeuchte aufweisen (hellgelb bis grün), prägt moderate bis deutliche Trockenheit den Süden und die Mitte. Die Karte stellt ein 14-Tage-Gleitendes Mittel dar und wird wöchentlich aktualisiert.

Aktuelle Dürrekarte Schleswig-Holstein (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Schleswig-Holstein (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Süden und Mitte zeigen moderate Trockenheit

In der Region um Hamburg und südlich davon dominiert die orange Färbung, die nach UFZ-Definition eine moderate Dürre anzeigt (Häufigkeit: etwa alle 10 Jahre). Mehrere rote Flecken deuten zudem auf deutlichere Trockenheit hin. Der südöstliche Teil Schleswig-Holsteins ist mit dieser Situation stärker belastet als der Norden. Die nordwestlichen Landesteile und die Küstenbereiche zeigen dagegen hellgelbe bis grüne Flecken – hier ist die Bodenfeuchte unauffällig oder liegen nur leicht erhöhte Trockenheitswerte vor.

Geringe Niederschläge der vergangenen Woche

Die Wetterdaten der letzten sieben Tage erklären diese Verteilung: Mit durchschnittlich nur 7,8 mm Niederschlag blieb die Regenmenge deutlich unter dem saisonalen Normalwert. Die Durchschnittstemperatur von 18,8°C und Spitzenwerte bis 28,4°C führten zu erhöhter Verdunstung. Da die UFZ-Karte den Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe abbildet, reagiert dieser träge auf kurzfristige Niederschläge – die gemessene Trockenheit spiegelt daher die Situation der vergangenen zwei Wochen wider, nicht nur die aktuellen Tage.

Wenig Entspannung in den nächsten Tagen

Der Wetterbericht für die kommenden drei Tage verstärkt die Lage: Es werden 0 mm Niederschlag erwartet, bei Höchsttemperaturen um 27,5°C. Dies wird die Bodentrocknung insbesondere im Süden und in der Mitte des Landes fortsetzen. Für die Landwirtschaft bedeutet die moderate Trockenheit im südlichen Teil erhöhte Bewässerungserfordernisse; der Wald ist auf leichte bis moderate Stress-Symptome zu beobachten. Die Grundwasserneubildung verläuft verlangsamt. Der Norden des Landes bleibt zum gegenwärtigen Zeitpunkt unkritisch.

Den aktuellen Wetterbericht für Schleswig-Holstein finden Sie hier.


» Zum Wetterbericht für Schleswig-Holstein