Bodenfeuchte Schleswig-Holstein: 31,8 Grad erwartet, Süden in Orange und Rot

Schleswig-Holstein zeigt ein gespaltenes Bild: Der Norden und Westen liegen in normalen bis feuchten Bereichen, während der Süden und besonders der Südosten deutliche Trockenheit aufweisen. Die Dürrekarte des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung dokumentiert einen Boden bis 1,80 Meter Tiefe, der regional sehr unterschiedliche Feuchte aufweist.

Aktuelle Dürrekarte Schleswig-Holstein (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Schleswig-Holstein (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Norden grün, Südosten in Orange und Rot

Der Norden Schleswig-Holsteins dominiert in Blau- und Grüntönen, die normale bis feuchte Bodenverhältnisse anzeigen. Das mittlere Landesgebiet zeigt Hellgelb bis Orange — ungewöhnliche bis moderate Trockenheit. Der Südosten, insbesondere in Richtung des Lüneburger Heide-Übergangs und der östlichen Landesteile, weist Orange und stellenweise Rot auf, was schwere Trockenheit anzeigt. Etwa 35 Prozent unserer Landesfläche liegt damit in den Klassen der moderaten bis schweren Dürre.

Nur 4 Millimeter Regen bei Hitze voraus

In der vergangenen Woche fiel durchschnittlich nur 4 Millimeter Regen bei einer Durchschnittstemperatur von 16,6 Grad Celsius. Die kommenden drei Tage verschärfen die Situation erheblich: Es wird kein Niederschlag erwartet, während die Höchsttemperatur auf 31,8 Grad Celsius ansteigt. Diese anhaltende Wärmephase fördert die Verdunstung — der Boden reagiert allerdings träge, da die Dürrekarte ein 14-Tage-Mittel zeigt und erst allmählich auf aktuelle Wetterverhältnisse antwortet.

Folgen für Südholstein und Landwirtschaft

Für den südlichen Landesteil stellt die orange und rote Färbung ein Signal dar, das Aufmerksamkeit verlangt. Kulturen und Grünland in diesen Regionen verspüren bereits spürbare Trockenheit in tieferen Bodenschichten. Der Grundwasserspiegel könnte in den betroffenen Gebieten unter das Saisonmittel sinken. Die feuchteren Verhältnisse im Norden ermöglichen dort vorerst uneingeschränkte Bewirtschaftung. Die weniger betroffenen Bereiche in Mittelholstein profitieren von einer gemischten Lage — hier bleibt Beobachtung empfohlen.

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