Bodenfeuchte Schleswig-Holstein: 47,1 Millimeter Regen in 7 Tagen — Norden entlastet

[Teilweise zu trocken]

Der Boden bis in eine Tiefe von 1,80 Meter zeigt in Schleswig-Holstein ein gemischtes Bild. Während der Norden und Westen überwiegend hellgelb gefärbt sind und ungewöhnliche Trockenheit aufweisen, dominieren im Süden und in der östlichen Mitte orange und rote Bereiche. Etwa 40 bis 50 Prozent der Landesfläche sind von moderater Dürre betroffen, etwa 20 bis 30 Prozent von schwerer Dürre. Die küstennahen Gebiete und Teile Westholsteins zeigen deutlich bessere Feuchtegehalte.

Aktuelle Dürrekarte Schleswig-Holstein (Quelle: Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung)
Aktuelle Dürrekarte Schleswig-Holstein (Quelle: Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung)

Süden unter moderater bis schwerer Dürre

Die rot gefärbten Flächen konzentrieren sich auf die Region um Lübeck und die östlichen Landesteile bis zur Lauenburgischen Seen-Platte. Hier herrscht schwere Dürre vor. Südlich davon, etwa um Bad Segeberg und in Richtung Holstein, wechseln orange und rote Pixel ab, was auf moderate bis schwere Trockenheit hindeutet. Der Westen und die Nordseeküste hingegen zeigen überwiegend hellgelbe bis orange Färbung — hier ist die Lage deutlich entlasteter.

Reichliche Niederschläge im Norden stabilisieren den Boden

In der vergangenen Woche fiel mit durchschnittlich 47,1 Millimetern deutlich mehr Regen als in südlichen Bundesländern. Die Durchschnittstemperatur lag bei 17,5 Grad Celsius, die Höchsttemperatur bei 23,2 Grad Celsius. Der Boden reagiert auf Wasserzufuhr träge — diese Niederschläge haben den Oberboden befeuchtet, doch bis 1,80 Meter Tiefe wirkt sich der Regen erst zeitverzögert aus. Im Süden, wo weniger Niederschlag fiel, wird die Trockenheit durch die Verdunstung bei moderaten Temperaturen weiter gefestigt.

Folgen für Landwirtschaft und Wasserversorgung

Für Kulturen in fortgeschrittenen Wachstumsphasen bedeutet die moderate bis schwere Dürre im südlichen Landesteil eine spürbare Belastung. Künstliche Bewässerung kann Defizite nur lokal ausgleichen. Der Grundwasserneubildung helfen die reichlichen Niederschläge des Nordens, die südlichen Regionen werden aber bei anhaltender Trockenheit weiterhin unter Druck stehen. Forstbestände in den betroffenen südlichen Lagen zeigen Stresssymptome.

Aussichten für Niederschlag – 48,9 Millimeter erwartet

Für die kommenden drei Tage ist mit 48,9 Millimetern Niederschlag zu rechnen. Dies wird den Boden im Norden weiter stabilisieren und auch die südlichen Regionen vorübergehend entlasten. Die erwartete Höchsttemperatur liegt bei 20,2 Grad Celsius — moderate Bedingungen, die Verdunstung bleibt verhalten.

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