Bodenfeuchte Schleswig-Holstein: 54,8 Millimeter Regen in 7 Tagen — Norden entlastet

Der Boden bis in eine Tiefe von 1,80 Meter zeigt in Schleswig-Holstein ein gemischtes Bild. Die aktuelle Dürrekarte des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung dokumentiert überwiegend normale bis leicht erhöhte Feuchte im Norden und Westen des Landes, während der Süden und Osten deutlich trockener sind. Etwa 40 bis 50 Prozent der Landesfläche sind von Gelbfärbungen geprägt, die auf ungewöhnliche Trockenheit hindeuten. Der Süden und Südosten zeigen orange bis orange-rötliche Bereiche — moderate bis schwere Dürre. Der Norden bleibt deutlich besser versorgt.

Aktuelle Dürrekarte Schleswig-Holstein (Quelle: Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung)
Aktuelle Dürrekarte Schleswig-Holstein (Quelle: Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung)

Süden und Südosten stärker betroffen

Im Süden Schleswig-Holsteins, besonders im Bereich südlich von Kiel und in den südöstlichen Landkreisen, dominieren orange und vereinzelt rötliche Pixel. Hier herrscht moderate bis schwere Dürre vor. Der Westen und der nordwestliche Küstenbereich zeigen hellgelbe bis teilweise grüne Färbungen — ungewöhnliche Trockenheit bis normale Feuchte. Die östlichen Landkreise, die an Mecklenburg-Vorpommern grenzen, fallen durch orange gefärbte Flecken auf. Der nördlichste Teil des Landes bleibt mit grünen und blauen Tönen deutlich besser versorgt.

54,8 Millimeter Regen in 7 Tagen — stabiler Zustand

In der vergangenen Woche fiel in Schleswig-Holstein durchschnittlich 54,8 Millimeter Niederschlag. Die Durchschnittstemperatur lag bei 16,4 Grad Celsius, die Höchsttemperatur erreichte 24,9 Grad. Der Oberboden hat sich durch diese Niederschlagsmengen erholt, jedoch reagiert der Boden bis 1,80 Meter Tiefe träge auf kurzfristige Niederschläge — die bisherige Bilanz der zwei Wochen vor dieser Niederschlagsperiode wirkt noch nach, insbesondere im Süden. Die gemischte Kartendarstellung spiegelt diesen Übergang wider: Regionen mit stabiler Grundfeuchte bleiben grün, Bereiche mit anhaltender Trockenheit in der Tiefe zeigen weiterhin Orange.

Folgen für Landwirtschaft und Grundwasser

Die moderate Dürre im Süden und Südosten belastet Kulturen in der Ernte- und Abreifungsphase. Künstliche Bewässerung kann in trockengefährdeten Betrieben regional notwendig werden. Der Grundwasserneubildung kommt die jüngste Niederschlagsphase zugute, ausreichend für eine Stabilisierung der Speicher ist sie jedoch nur bei Fortbestand. Die grünen und blauen Bereiche im Norden sind derzeit von Trockenheit entlastet.

Aussichten für Niederschlag – 18,7 Millimeter erwartet

Für die kommenden drei Tage prognostiziert die Vorhersage 18,7 Millimeter Niederschlag bei Höchsttemperaturen um 17,4 Grad Celsius. Dieser Regen trägt zur weiteren Stabilisierung der Bodenfeuchte bei, insbesondere im Süden. Eine deutliche Verbesserung der Dürresituation ist damit jedoch noch nicht gesichert — regelmäßige Niederschläge bleiben notwendig.

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