Der Boden bis in eine Tiefe von 1,80 Meter zeigt in Schleswig-Holstein ein gemischtes Bild. Der Norden und Nordwesten sind überwiegend gelb bis hellgelb gefärbt und zeigen ungewöhnlich bis moderat trockene Verhältnisse. Der Osten und Südosten des Landes sind orange bis rot gefärbt und deuten auf moderate bis schwere Trockenheit hin. Insgesamt sind etwa 40 bis 50 Prozent der Landesfläche von moderater bis schwerer Trockenheit betroffen, während der Rest normale bis feuchte Bedingungen aufweist.

Norden profitiert von ausreichend Niederschlag
Die vergangenen sieben Tage brachten Schleswig-Holstein im Durchschnitt 49,4 Millimeter Niederschlag — deutlich mehr als der Bundesschnitt. Dies erklärt die bessere Bodenfeuchte im Norden und Nordwesten. Der Oberboden hat sich hier erholt, die tieferen Schichten reagieren jedoch träge auf kurzfristige Niederschläge. Im Osten und Südosten, wo rote Färbungen überwiegen, liegt die Trockenheit tiefer verankert. Die Durchschnittstemperatur der vergangenen Woche betrug 15,6 Grad Celsius, die Höchsttemperatur erreichte 25 Grad Celsius — gemäßigte Bedingungen, die eine weitere Austrocknung bremsen.
Folgen für Landwirtschaft und Wasserhaushalt
In den Regionen mit moderater bis schwerer Trockenheit können Kulturen in späten Wachstumsphasen unter Wassermangel leiden. Der Grundwasserneubildung helfen die bisherigen Niederschläge im Norden; im trockenen Osten bleibt die natürliche Auffüllung der Speicher begrenzt. Forstbestände in trockengefährdeten Lagen zeigen weiterhin Stresssymptome, die Waldbrandgefahr bleibt erhöht. Im Norden ist die Lage derzeit entlastet.
Aussichten für Niederschlag – 11,3 Millimeter erwartet
In den kommenden drei Tagen werden 11,3 Millimeter Niederschlag erwartet. Die Höchsttemperatur liegt bei 18,7 Grad Celsius. Diese Wasserzufuhr kann den Oberboden weiter stabilisieren und hilft den trockenen Regionen im Osten, auch wenn tiefere Bodenschichten weiterhin träge reagieren.
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