Der Boden bis in eine Tiefe von 1,80 Meter zeigt in Schleswig-Holstein ein gemischtes Bild. Die aktuelle Dürrekarte des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung dokumentiert in der zweiten Septemberwoche überwiegend hellgelbe und gelbe Bereiche im Westen und in der Mitte des Landes, was auf ungewöhnlich bis moderat trockene Verhältnisse hindeutet. Der Nordwesten und die Küstenregionen bleiben grün gefärbt – hier liegen die Bodenfeuchte-Werte im normalen Bereich. Im Osten treten punktuell orange Flecken auf, die moderate Dürre anzeigen.

Westküste grün, östliche Landesteile orange
Entlang der westlichen und nördlichen Küstengebiete dominiert grüne Färbung, was normale Bodenfeuchte signalisiert. Die Region um Flensburg und die westliche Eiderregion zeigen ungewöhnlich trockene Verhältnisse in Hellgelb. Gelbe Zonen erstrecken sich durch die Landesmitte von Nord nach Süd. Im Osten, insbesondere in der Region östlich von Kiel bis zur Lübecker Bucht, wechseln hellgelbe und orange gefärbte Pixel ab – hier ist die Trockenheit stärker ausgeprägt. Violette oder rote Bereiche, die auf schwere bis extreme Dürre hinweisen, fehlen vollständig.
Regelmäßiger Niederschlag beruhigt die Lage
In den vergangenen sieben Tagen fiel durchschnittlich 21,2 Millimeter Regen. Diese kontinuierliche Wasserzufuhr hat eine Austrocknung des Bodens in Schleswig-Holstein verhindert. Die Durchschnittstemperatur lag bei 15,2 Grad Celsius, die Höchsttemperatur bei 23,8 Grad Celsius – mäßige Werte, die eine hohe Verdunstung nicht begünstigen. Der Boden reagiert träge auf kurzfristige Niederschläge; die bisherige Regelmenge hat aber gereicht, um tiefere Bodenschichten von extremer Austrocknung zu bewahren. Die Region bleibt damit im norddeutschen Vergleich entlastet.
Aussichten für Niederschlag – 20,6 Millimeter erwartet
Für die kommenden drei Tage prognostiziert der Wetterdienst durchschnittlich 20,6 Millimeter Niederschlag. Dies wird die Bodenfeuchte weiter stabilisieren. Die erwarteten Höchsttemperaturen liegen bei 18,3 Grad Celsius – moderate Werte, die die Verdunstung begrenzen. Unter diesen Bedingungen ist keine weitere Austrocknung zu erwarten.
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