Der Boden bis in eine Tiefe von 1,80 Meter zeigt in Schleswig-Holstein ein gemischtes Bild. Der Westen und Norden sind überwiegend von hellgelber Färbung geprägt, was auf ungewöhnlich trockene Verhältnisse hindeutet. Im Osten und in der Mitte dominieren orange Bereiche, die moderate Dürre anzeigen. Einzelne rötliche Flecken erscheinen im äußersten Osten, deuten aber auf begrenzte Flächen hin. Insgesamt sind etwa 40 Prozent der Landesfläche ungewöhnlich trocken, etwa 50 Prozent zeigen moderate Dürre, und nur etwa 10 Prozent sind von schwerer Dürre betroffen.

Osten deutlich trockener als der Westen
Die regionalen Unterschiede sind erheblich. Im Westen und Nordwesten, etwa in der Gegend um Husum und Niebüll, überwiegt hellgelbe Färbung. Die Region zwischen Kiel und Lübeck zeigt dagegen durchgehend orange Töne. Im äußersten Osten, rund um Lauenburg, treten erste rote Pixel auf. Die Marschgebiete an der Westküste sind deutlich weniger betroffen als die östlichen Landesteile.
Regen der vergangenen Woche stärkt den Oberboden
In der vergangenen Woche fiel mit 24 Millimetern Niederschlag eine beachtliche Menge. Die Durchschnittstemperatur lag bei 14,8 Grad Celsius, die Höchsttemperatur erreichte 23,8 Grad Celsius. Diese Niederschläge haben den Oberboden kurzfristig entspannt, doch der Boden in tieferen Schichten reagiert träge auf solche kurzfristigen Ereignisse. Die moderate Färbung im Osten und Zentrum zeigt, dass die Trockenheitsphase der Wochen zuvor nachwirkt.
Aussichten für Niederschlag – Entspannung erwartet
Für die kommenden drei Tage werden etwa 10,1 Millimeter Niederschlag erwartet. Die Höchsttemperaturen werden sich bei 17,4 Grad Celsius bewegen, die Tiefsttemperaturen liegen bei 5 Grad Celsius. Diese moderate Regenmenge und die mild bleibenden Temperaturen helfen dem Boden weiter, sich zu erholen. Für die tieferen Bodenschichten wird der Prozess allerdings mehrere Wochen dauern.
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