Bodenfeuchte Schleswig-Holstein: 22,7 Millimeter Regen in 7 Tagen — moderate Trockenheit hält an

Die aktuelle Dürrekarte des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung zeigt für Schleswig-Holstein ein gemischtes Bild. Während der Norden und Westen des Landes weitgehend normale Bodenfeuchtebedingungen aufweisen, ist die südliche und östliche Hälfte von Trockenheit betroffen. Etwa 70 Prozent der Landesfläche liegen in den Bereichen moderate bis schwere Dürre, besonders im Südosten überwiegt orange und rot.

Aktuelle Dürrekarte Schleswig-Holstein (Quelle: Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung)
Aktuelle Dürrekarte Schleswig-Holstein (Quelle: Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung)

Süden und Osten am stärksten betroffen

Im südlichen Landesteil, insbesondere zwischen Lübeck und dem südlichen Holstein, zeigt die Karte überwiegend orange Färbung, die moderate Dürre anzeigt. Einzelne Bereiche in der südöstlichen Region sind rot gefärbt und deuten auf schwere Dürre hin. Der Norden Schleswig-Holsteins, vor allem Nordfriesland und die Westküste, bleiben von ausgeprägter Trockenheit verschont und weisen normale bis leicht feuchte Verhältnisse auf. Diese regionalen Unterschiede sind typisch für das Spätsommer- und Herbstwetter in Schleswig-Holstein.

Wetterlage verschärft die Lage nicht kurzfristig

In den vergangenen sieben Tagen fielen im Landesdurchschnitt 22,7 Millimeter Regen bei einer Durchschnittstemperatur von 15,6 Grad. Dies ist für den September ausreichend, doch der Boden bis 1,80 Meter Tiefe reagiert träge auf kurzfristige Niederschläge. Die Feuchtigkeit hat die oberen Bodenschichten erreicht, aber die tieferen Horizonte benötigen längere Zeit zum Ausgleich. Die bisherige Trockenphase des Sommers hat ihre Spuren hinterlassen und wirkt bis in die Herbstwochen nach.

Für die Landwirtschaft bedeutet die moderate Trockenheit im Süden und Osten derzeit keine Notwendigkeit zusätzlicher Bewässerung, behindert aber die Keimung von Herbstkulturen und Wintergetreide. In den betroffenen Regionen ist der Boden weniger aufnahmefähig, sodass Niederschläge schneller abfließen. Die Grundwasserneubildung verläuft gedrosselt.

Aussichten für Niederschlag – kaum Regen in Sicht

In den kommenden drei Tagen werden nach aktuellem Stand nur 0,2 Millimeter Niederschlag erwartet. Dies ist vernachlässigbar und wird die Trockenheit nicht abschwächen. Die erwartete Höchsttemperatur liegt bei 18,7 Grad, wobei Nebel und trockene Luftmassen überwiegen. Eine substanzielle Verbesserung der Bodenfeuchtesituation zeichnet sich für die nächsten 72 Stunden nicht ab.

Den aktuellen Wetterbericht für Schleswig-Holstein finden Sie hier.


Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz aus offiziellen Quellen erstellt und redaktionell geprüft.

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