Die aktuelle Duerrekarte des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung zeigt für Schleswig-Holstein ein gemischtes Bild. Der Nordwesten und Teile der Westküste weisen normale bis feuchte Bodenverhältnisse auf. Der Osten und die Mitte des Landes hingegen sind von ungewöhnlicher Trockenheit bis moderater Dürre betroffen. Etwa 65 Prozent der Landesfläche liegen in diesen trockeneren Bereichen.

Osten deutlich trockener als Westen
Im Osten Schleswig-Holsteins, besonders im Raum zwischen Kiel und der Lübecker Bucht, dominiert hellgelbes bis oranges Farbmuster — das bedeutet ungewöhnliche bis moderate Trockenheit im Boden bis 1,80 Meter Tiefe. Die westlichen Regionen, insbesondere die Marsch- und Geestgebiete an der Nordseeküste, zeigen hingegen grüne und blaue Färbung. Dort liegt der Boden im normalen bis feuchten Bereich. Die Grenze zwischen trocken und normal verläuft etwa entlang einer Linie von Elmshorn über Pinneberg bis in die südliche Holsteinische Schweiz.
Regen der vergangenen Woche belebt Oberboden
Die vergangenen sieben Tage brachten durchschnittlich 26,2 Millimeter Regen. Das liegt im Normalbereich für Oktober und hat den Oberboden belebt. Der Boden bis 1,80 Meter Tiefe reagiert jedoch träge auf kurzfristige Niederschläge — die Dürrekarte bildet diese Tiefe als 14-Tage-Mittel ab. Der Regen hat die anhaltende Trockenheit im östlichen Landesteil daher nur teilweise gemildert. Mit Temperaturen um 15 Grad in der vergangenen Woche blieb die Verdunstung moderat.
Aussichten für Niederschlag – nur 2,8 Millimeter erwartet
Die kommenden drei Tage bringen nach aktueller Vorhersage lediglich 2,8 Millimeter Regen. Das reicht nicht aus, um den östlichen Böden eine Entspannung zu bringen. Mit erwarteten Höchsttemperaturen von 18,1 Grad und nächtlichen Minimalwerten um 8 Grad wird die Verdunstung gering bleiben — eine kleine Entlastung, aber kein Wendepunkt.
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