Die aktuelle Dürrekarte des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung zeigt für Schleswig-Holstein ein gemischtes Bild. Während Teile der Westküste und der Lübecker Bucht normale bis feuchte Bodenverhältnisse aufweisen, sind große Bereiche des Landesinneren von ungewöhnlicher Trockenheit betroffen. Der Boden bis 1,80 Meter Tiefe reagiert träge auf kurzfristige Niederschläge — die Karte zeigt daher ein 14-Tage-Mittel.

Norden und Mitte von ungewöhnlicher Trockenheit geprägt
Das Landesinnere zwischen der Kieler Förde und der Lübecker Bucht ist überwiegend hellgelb gefärbt. Dies kennzeichnet ungewöhnliche Trockenheit — ein Trockenheitsgrad, der statistisch etwa alle fünf Jahre auftritt. Betroffen sind insbesondere die Bereiche um Kiel, Segeberg und die östliche Landesmitte. Der Westen und die Küstenregionen zeigen dagegen normale bis feuchte Bodenfeuchte.
Niederschlag und Temperatur in der Vorwoche
In den vergangenen sieben Tagen fielen im Durchschnitt 18,2 Millimeter Regen bei einer Durchschnittstemperatur von 13,4 Grad Celsius. Obwohl dieser Niederschlag moderat ausfiel, wirkt er sich auf die oberflächennahen Schichten aus. Die tieferen Bodenschichten bis 1,80 Meter jedoch zeigen an, dass die vorherige Trockenphase noch nachwirkt. Die Höchsttemperatur der Vorwoche lag bei 20,2 Grad Celsius.
Aussichten für Niederschlag – 16,6 Millimeter erwartet
In den kommenden drei Tagen wird mit 16,6 Millimetern Regen gerechnet. Die erwartete Höchsttemperatur liegt bei 13,6 Grad Celsius, nachts sinkt sie auf 2,5 Grad Celsius. Diese Niederschlagsmengen sollten zur weiteren Stabilisierung der Bodenfeuchte beitragen, erreichen aber nicht die Mengen, um tiefere Schichten rascher auszugleichen.
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