Die aktuelle Dürrekarte des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung zeigt für Schleswig-Holstein ein gemischtes Bild: Während der Norden und die westlichen Landesteile normale bis feuchte Bodenverhältnisse aufweisen, dominiert im Osten und Südosten ungewöhnliche Trockenheit. Der Boden bis 1,80 Meter Tiefe ist in weiten Teilen des Ostens und der südlichen Regionen deutlich trockener als im Durchschnitt.

Osten und Südosten ungewöhnlich trocken
Die Dürrekarte zeigt hellgelb gefärbte Flächen überwiegend im Osten und Südosten der Landesfläche — diese Regionen sind von ungewöhnlicher Trockenheit betroffen. Im Norden, besonders in Dithmarschen und Nord-Friesland, herrschen dagegen normale bis feuchte Bedingungen vor, erkennbar durch die grünen und blaugrünen Färbungen. In der Mitte und im Westen findet sich ein Übergangsbereich mit teils normalen, teils leicht trockenen Bodenverhältnissen.
Niederschlag und Temperatur im Widerspruch zur östlichen Trockenheit
Die vergangenen sieben Tage brachten durchschnittlich 57 Millimeter Niederschlag — eine beachtliche Regenmenge, die über dem Herbst-Normalwert liegt. Allerdings verteilt sich dieser Regen räumlich ungleichmäßig über die Landesfläche. Der Boden reagiert auf größere Niederschlagsmengen träge: Wasser braucht Zeit, um bis in die Tiefe von 1,80 Meter vorzudringen. Die Durchschnittstemperatur der vergangenen sieben Tage lag bei 9,7 Grad Celsius. Diese moderaten Temperaturen sprechen gegen eine intensive Verdunstung und sollten dem Boden eher zugute kommen — dennoch zeigt die Kartendarstellung für den Osten an, dass sich der Bodenwasserspeicher dort noch nicht vollständig regeneriert hat.
Aussichten für Niederschlag – kaum Regen erwartet
Die kommenden drei Tage bringen nach aktuellem Stand nur 0,3 Millimeter Niederschlag. Diese Menge ist vernachlässigbar und trägt nicht zur Entspannung der Bodenfeuchte bei. Die erwartete Höchsttemperatur von 14,4 Grad Celsius bleibt mild, wird aber in Kombination mit fehlenden Niederschlägen die östlichen Trockengebiete nicht entlasten. Für die bereits feuchteren Regionen im Norden und Westen ändert sich die Situation kaum.
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