Die aktuelle Dürrekarte des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung zeigt für Schleswig-Holstein ein gemischtes Bild. Während Norden und Westen der Landesfläche überwiegend normale bis feuchte Bodenverhältnisse aufweisen, ist der Osten und Südosten deutlich trockener. Etwa 40 bis 45 Prozent der Landesfläche sind von ungewöhnlicher Trockenheit (hellgelb) betroffen.

Osten und Südosten am stärksten trocken
Die Dürrekarte zeigt die stärkste Trockenheit in einem Streifen, der sich vom östlichen Flachland bis in den südöstlichen Raum erstreckt — etwa von Bad Segeberg über Ostholstein bis in den Kreis Herzogtum Lauenburg. Dort herrscht stellenweise ungewöhnliche Trockenheit vor. Der Westen und Nordwesten Schleswig-Holsteins, einschließlich Schleswigs und Angeln, zeigen dagegen grüne und hellgrüne Töne und deuten auf ausreichende Bodenfeuchte hin. Die Küstenregionen sind ebenfalls günstiger gestellt.
Regen der vergangenen Woche verstärkt den Unterschied
In den vergangenen sieben Tagen fielen im Durchschnitt 50,8 Millimeter Regen — eine deutlich überdurchschnittliche Menge für Ende Oktober. Dies hat besonders den Westen und Norden der Landesfläche befeuchtet. Der Boden bis 1,80 Meter Tiefe jedoch reagiert träge auf kurzfristige Niederschläge. Die aktuelle Dürrekarte bildet ein 14-Tage-Mittel ab und wird wöchentlich aktualisiert — sie zeigt daher, dass selbst die jüngsten Regenfälle den tieferen Bodenschichten im Osten noch nicht vollständig Abhilfe geschaffen haben. Die durchschnittliche Temperatur der vergangenen sieben Tage lag bei 10,2 Grad Celsius.
Aussichten für Niederschlag – kein Regen in den nächsten drei Tagen
In den kommenden drei Tagen wird kein Niederschlag erwartet. Die Höchsttemperatur wird auf 12,2 Grad Celsius prognostiziert. Ohne Regenzufuhr wird sich die Bodenfeuchte in den bereits trockenen Regionen des Ostens weiter reduzieren. Eine merkliche Entspannung ist damit nicht zu erwarten.
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