Die aktuelle Dürrekarte des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung zeigt für Schleswig-Holstein ein gemischtes Bild. Während der Westen und die Mitte der Landesfläche überwiegend normale bis feuchte Bedingungen aufweisen, tritt im Osten ungewöhnliche Trockenheit auf. Etwa 30 Prozent unserer Landesfläche sind von ungewöhnlicher Trockenheit betroffen, der Rest verteilt sich auf normale und feuchte Bereiche.

Osten von ungewöhnlicher Trockenheit geprägt
Der Osten Schleswig-Holsteins zeigt auf der Karte hellgelbe Färbung, die auf ungewöhnliche Trockenheit hinweist. Diese tritt statistisch etwa alle fünf Jahre auf. Die betroffenen Gebiete erstrecken sich entlang der östlichen Regionen bis zum Lauenburgischen. Im Westen und in der Mitte dagegen dominieren grüne bis hellgrüne Töne, die auf ausreichende bis gute Bodenfeuchte bis in eine Tiefe von 1,80 Meter hindeuten.
Geringe Niederschläge verschärfen den östlichen Befund
In den vergangenen sieben Tagen fielen durchschnittlich 2,7 Millimeter Regen — eine geringe Menge, die zur Verfestigung der trockenen Verhältnisse im Osten beiträgt. Die Durchschnittstemperatur der vergangenen sieben Tage lag bei 9,7 Grad Celsius. Der Boden bis 1,80 Meter Tiefe reagiert träge auf kurzfristige Niederschläge. Eine nachhaltige Verbesserung würde wiederholte Regenfälle über mehrere Wochen erfordern.
Auswirkungen auf Landwirtschaft und Grundwasser
Die ungewöhnliche Trockenheit im Osten kann für Herbstaussaaten und Wintergetreide relevant werden, besonders wenn der Boden zur Keimung unzureichend durchfeuchtet ist. Im Westen und der Mitte bestehen solche Probleme derzeit nicht. Das Grundwasser in den betroffenen östlichen Gebieten wird durch die anhaltende Trockenheit moderat belastet, bleibt aber weit entfernt von kritischen Werten.
Aussichten für Niederschlag – kein Regen in den nächsten drei Tagen
In den kommenden drei Tagen ist kein Niederschlag zu erwarten. Die erwartete Höchsttemperatur beträgt 9,1 Grad Celsius, die Tiefsttemperatur 2,4 Grad Celsius. Ohne Niederschlag wird sich die Situation im Osten vorerst nicht entspannen, während die feuchteren Gebiete im Westen stabil bleiben.
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