Die aktuelle UFZ-Duerrekarte vom 29. Juli zeigt ein regional differenziertes Bild der Bodenfeuchte in Schleswig-Holstein. Der Norden und Westen des Landes sind grün bis hellgelb gefärbt und liegen damit in normalen bis leicht erhöhten Trockenheitsbereichen. Der Süden und die Mittelbereiche sind hingegen deutlich stärker betroffen: Hier dominieren orange und rote Flächenanteile, die moderate bis schwere Dürre (UFZ-Klassen 2 und 3) anzeigen. Kleine rote Flecken im äußersten Südosten deuten auf lokal schwere Trockenheit hin. Insgesamt prägt eine Nord-Süd-Differenzierung die Lage.

Orange und Rot im Süden, Grün im Norden
Der Norden Schleswig-Holsteins, insbesondere Gebiete westlich der Eider und im Westen, zeigen grüne und blaugrüne Färbung — Zeichen normaler Bodenfeuchte. Der westliche Landesteil bleibt ebenfalls überwiegend in Bereichen mit normaler bis schwach erhöhter Trockenheit (hellgelb). Dagegen färbt sich die südliche Hälfte des Landes deutlich dunkler: Der Bereich von Ostholstein über die mittleren Landkreise bis in den Südosten ist überwiegend orange gefärbt (moderate Dürre), mit eingelagerten roten Flecken, die schwere Trockenheit kennzeichnen. Diese räumliche Zweiteilung deutet auf unterschiedliche Wasserbilanz-Entwicklungen zwischen Nord und Süd hin.
Regen ausgeblieben, Gesamtboden reagiert träge
Die UFZ-Duerrekarte zeigt ein 14-Tage-gleitendes Mittel für den Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe — diese Schicht reagiert träge auf kurzfristige Wetterveränderungen. In den letzten sieben Tagen fielen im Landesschnitt nur 11,2 Millimeter Regen, während die Durchschnittstemperatur 18,6 Grad Celsius betrug und die Höchsttemperaturen zeitweise 33,8 Grad erreichten. Die kommenden drei Tage bringen praktisch keinen Niederschlag (0,1 Millimeter erwartet) bei weiterhin trockenen Bedingungen. Diese anhaltende Trockenphase lässt keine schnelle Regeneration des Bodenwassers in der Tiefe zu; eher wird die Belastung für den Gesamtboden im Süden aufrechterhalten.
Moderat trockene Südhälfte, normale Bodenfeuchte im Norden
Für die südlichen Landesteile mit orange und rot gefärbten Flächen bedeutet die moderate bis schwere Dürre (UFZ-Klassen 2–3), dass Landwirtschaft und Forstwirtschaft auf eher eingeschränkte Bodenwasserspeicher treffen. Tiefwurzler wie Bäume können zwar noch auf Wasser in tieferen Schichten zugreifen, doch die Reserven sind angespannt. Sommerkulturen und Grünland benötigen Irrigation oder profitieren von gelegentlichen Regenereignissen. Im Norden bleibt die Lage entspannter: Normale bis schwach erhöhte Trockenheit ermöglicht regulären Pflanzenwuchs ohne akute Stress-Situationen. Die Grundwasserstände in den nördlichen Regionen sollten weiterhin stabil bleiben, während sie im Süden beobachtet werden sollten.
Quelle: UFZ-Duerremonitor (Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung). Die Karte wird wöchentlich aktualisiert.
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