Im Bodenseekreis hat die Polizei in der vergangenen Woche mehrere Vorfälle zu bearbeiten gehabt: Von einem Verkehrsunfall mit einem Kind über gefährliche Nötigungen im Straßenverkehr bis hin zu Betrugsfällen und einem Raub auf einen Senior.
Junge auf Tretroller in Friedrichshafen verletzt
Am Dienstag, etwa um 14.15 Uhr, ereignete sich am Graf-von-Soden-Platz in Friedrichshafen ein Verkehrsunfall mit einem 11-jährigen Jungen. Der Schüler fuhr auf seinem Tretroller mit hoher Geschwindigkeit auf einen Fußgängerüberweg zu. Ein 57-jähriger Autofahrer hatte die Ausfahrt des Kreisverkehrs mit seinem Wagen bereits zum Großteil passiert, als der Junge nicht mehr rechtzeitig bremsen konnte. Das Kind prallte seitlich gegen die Beifahrerseite des Autos und stürzte. Der Rettungsdienst brachte den Jungen vorsorglich in ein Krankenhaus. Er erlitt leichte Verletzungen. Am Auto entstand ein Sachschaden von rund 1.000 Euro.
Gefährliches Bremsmanöver auf der B 31
Nach einem gefährlichen Bremsmanöver auf der B 31 im Waggershauser Tunnel sucht die Polizei nach Zeugen. Eine 35-jährige Autofahrerin fuhr am Dienstag, etwa um 13 Uhr, im Waggershauser Tunnel in Richtung Kluftern, als ein unbekannter Autofahrer sie von rechts überholte. Der Mann scherte knapp vor ihrem Wagen ein und bremste abrupt ab, ohne erkennbaren Grund. Nur durch eine Notbremsung konnte die Frau einen Unfall verhindern; ihr Fahrzeug geriet dabei gefährlich ins Schlingern. Das Polizeirevier Ravensburg hat die Ermittlungen wegen Nötigung im Straßenverkehr aufgenommen. Zeugen werden gebeten, sich unter Tel. 0751/803-3333 zu melden.
Betrug mit gefälschtem Online-Shop in Kressbronn
Ein 51-jähriger Mann aus Kressbronn ist Opfer eines sogenannten Fakeshops geworden. Er bestellte online rund 3.000 Liter Heizöl und überwies eine Anzahlung von fast 1.500 Euro im Voraus. Die Ware wurde zum vereinbarten Liefertermin nicht geliefert, und der vermeintliche Händler reagierte auf Nachrichten nicht mehr. Daraufhin erstattete der Geschädigte Anzeige. Die Polizei hat die Ermittlungen wegen gewerbsmäßigen Betrugs aufgenommen. Sie warnt eindringlich vor gefälschten Online-Shops, besonders beim Kauf von Rohstoffen wie Heizöl oder Brennholz. Kaufen Sie nicht überstürzt ein und prüfen Sie Angebote kritisch, wenn Vorkasse gefordert wird. Weitere Informationen finden Sie unter www.polizei-beratung.de.
Senior verliert fast 70.000 Euro bei Schockanruf in Langenargen
Ein 86-jähriger Mann aus Langenargen ist am Dienstag Opfer eines Schockanrufs geworden. Ein angeblicher Klinikprofessor täuschte vor, die Tochter des Seniors liege im Sterben und benötige dringend ein teures Medikament. Der 86-Jährige händigte daraufhin an seiner Haustür nahezu 70.000 Euro Bargeld in einem Stoffbeutel an einen Boten aus, der anschließend in Richtung See flüchtete. Der Abholer war etwa 35 Jahre alt, circa 1,80 Meter groß, trug eine dunkle Schiebermütze und dunkle Kleidung. Die Kriminalpolizei ermittelt und bittet Zeugen um Hinweise unter Tel. 07541/701-0. Die Polizei warnt eindringlich: Echte Ärzte oder Behörden fordern niemals die Übergabe von Bargeld oder Wertsachen an der Haustür. Angehörige sollten ältere Menschen im Umfeld sensibilisieren. Weitere Informationen finden Sie unter www.polizei-beratung.de.
Wie die Nachbarkreise dastehen
Im Bodenseekreis kamen 2025 auf 100.000 Einwohner 505 Betrugsfälle. Am höchsten fällt der Wert unter den Nachbarkreisen im Landkreis Konstanz aus: 532 Fälle je 100.000 Einwohner. Landesweit sind es 661.
Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts 2025; Kreisgrenzen © GeoBasis-DE / BKG (2026).
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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