In der vergangenen Woche meldete die Polizei mehrere Vorfälle im Bodenseekreis. Im Mittelpunkt standen eine Betrugsserie mit Schockanrufen, Verkehrsdelikte und ein Brand mit Sachschaden.
Schockanruf-Betrug in Überlingen: Falsche Polizeibeamte haben einer 89-jährigen Seniorin am Donnerstagnachmittag Bargeld, Schmuck und ihre EC-Karte abgenommen. Ein angeblicher Beamter rief die Frau an und behauptete, ihr Name sei nach einem Überfall auf einer Liste der Täter gefunden worden. Um ihre Wertgegenstände zu sichern, erschien wenig später ein falscher Polizist an ihrer Wohnung, nahm die Gegenstände an sich und wies sie an, auf weitere Anweisungen zu warten. Erst nach etwa einer Stunde kamen der Seniorin Zweifel, und sie kontaktierte das Polizeirevier Überlingen. Trotz Fahndung konnte die Polizei den Abholer – etwa 30 Jahre alt, dunkel gekleidet, mit schwarzen Handschuhen – nicht mehr finden. Die Beamten ermitteln. Die Polizei warnt erneut vor dieser Masche: Psychologisch geschulte Täter geben sich telefonisch als Polizeibeamte, Staatsanwälte oder Ärzte aus und behaupten, ein Angehöriger habe sich strafbar gemacht oder sei sterbenskrank. Die Polizei empfiehlt, bei solchen Anrufen sofort aufzulegen, Angehörige direkt zu kontaktieren oder sich selbst an die Polizei zu wenden.
Motorradfahrer überschreitet Geschwindigkeit deutlich: Ein 25-jähriger Motorradfahrer war in der Nacht zum Freitag kurz nach 0.30 Uhr im Stadtgebiet Friedrichshafen viel zu schnell unterwegs. Bei erlaubten 50 km/h fuhr er etwa 30 km/h zu schnell. Eine Streifenwagenbesatzung des Polizeireviers Friedrichshafen folgte dem Biker und stoppte ihn. Ein empfindliches Bußgeld wird auf ihn zukommen.
Motorroller und Motorrad kollidieren: Am Mittwoch kurz nach 16.30 Uhr kam es in der Meistershofener Straße in Friedrichshafen zu einem Unfall zwischen einem 17-jährigen Motorrollerfahrer und einem 61-jährigen Motorradfahrer. Der Jugendliche überholte eine langsam fahrende Fahrzeugkolonne, als der 61-Jährige plötzlich sein Motorrad aus der Kolonne heraus ohne Ankündigung wendete. Bei der Kollision wurde der 61-Jährige leicht verletzt, der Jugendliche erlitt schwerere Verletzungen. Ein Rettungsdienst brachte beide ins Krankenhaus. Der Sachschaden wird auf etwa 4.000 Euro geschätzt.
Mercedes brennt in Kressbronn: Am Donnerstagnachmittag geriet in Kressbronn in der Hauptstraße ein Mercedes vermutlich wegen eines technischen Defekts in Brand. Der 51-jährige Fahrzeuglenker bemerkte gegen 13.45 Uhr Qualm aus dem Motorraum und stellte den Wagen ab. Kurz darauf stand das Fahrzeug in Vollbrand und wurde von der Freiwilligen Feuerwehr gelöscht. Verletzt wurde niemand. Der Sachschaden wird auf mehrere tausend Euro geschätzt. Die Hauptstraße war während der Löscharbeiten bis etwa 14.30 Uhr vollständig gesperrt.
6-Jähriger mit manipuliertem E-Scooter gestoppt: Am Donnerstag kurz nach 13.30 Uhr fuhr ein 6-Jähriger mit über 40 km/h mit einem E-Scooter durch den verkehrsberuhigten Bereich in der Bachstraße in Immenstaad. Ein städtischer Mitarbeiter beobachtete den Jungen und verständigte die Polizei. Beamte des Polizeipostens Immenstaad stellten fest, dass die Geschwindigkeit des Elektrokleinstfahrzeugs offenbar über eine App verändert worden war. Das Kind besaß weder die erforderliche Fahrerlaubnis noch eine Versicherung, und am E-Scooter war kein Kennzeichen angebracht. Die Polizisten übergaben den 6-Jährigen an die Erziehungsberechtigten und fertigten einen Bericht an die Staatsanwaltschaft an. Gegen die Mutter leiteten die Beamten ein Ermittlungsverfahren wegen Zulassens des Fahrens ohne Fahrerlaubnis und eines Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz ein. Die Polizei weist darauf hin, dass die Nutzung von E-Scootern erst ab 14 Jahren erlaubt ist.
Stein durch Hausfenster: Unbekannte warfen am Donnerstag zwischen 12 Uhr und 14.30 Uhr einen Stein gegen die Fensterscheibe eines Wohnhauses im Wiggenhauser Weg in Friedrichshafen. Die äußere Verglasung wurde beschädigt. Der Polizeiposten Flughafen ermittelt wegen Sachbeschädigung und bittet unter Tel. 07541/2074-0 um Hinweise zu den Tätern.
Betrugsfälle in Baden-Württemberg: der Vergleich mit dem Bund
Die Polizei zählte 2025 landesweit 74.294 Betrugsfälle, das sind 661 auf 100.000 Einwohner. Damit steht Baden-Württemberg besser als der Bundesdurchschnitt, wo 770 Fälle je 100.000 Einwohner erfasst wurden. Gezählt wird Betrug nach den §§ 263 ff. StGB.
Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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