Im Harzgebiet hat die Polizei in der vergangenen Woche mit mehreren Straftaten zu kämpfen gehabt. Im Mittelpunkt standen ein Brand in einer Kleingartenanlage sowie ein raffinierter Betrugfall zum Nachteil einer älteren Frau.
Geräteschuppen gehen in Flammen auf
Am Sonntag, den 27. September 2026, gegen 16:15 Uhr, gerieten in einer Kleingartenanlage am Trift in Sargstedt zwei Geräteschuppen einer Gartenparzelle in Vollbrand. Die Feuerwehr konnte das Feuer löschen. Nach bisherigen Erkenntnissen wird ein technischer Defekt als Brandursache vermutet. Niemand wurde durch den Brand oder die Rauchentwicklung verletzt.
Gold im Wert eines unteren fünfstelligen Betrags erbeutet
Am Freitag, den 25. September 2026, fiel eine 78-jährige Frau aus Harzgerode auf einen sogenannten Schockanruf herein. Auf ihrem Festnetztelefon erreichte sie ein Anruf von einer anonymen Nummer. Am anderen Ende meldete sich jemand, der behauptete, ihr Sohn liege im Krankenhaus und müsse dringend operiert werden. Die Operation sei sehr teuer, und die Krankenkasse würde die Kosten angeblich nicht übernehmen. Daher solle sie die Ausgaben selbst tragen.
Der Anrufer fragte danach, ob die Frau Bargeld oder Wertgegenstände wie Gold oder Schmuck zuhause habe. Die Geschädigte gab an, Gold zu besitzen. Der Anrufer kündigte dann an, dass in wenigen Minuten ein Mitarbeiter einer Krankenkasse an ihrer Haustür erscheinen werde, um das Gold entgegenzunehmen und damit die Rechnung zu begleichen.
Die Frau übergab dem angeblichen Krankenkassenmitarbeiter an ihrer Haustür Gold im Wert eines unteren fünfstelligen Betrags. Die Polizei ermittelt jetzt gegen den unbekannten Abholer und die Person am Telefon.
Zeugenaufruf nach Betrugfall
Die Polizei sucht nach sachdienlichen Hinweisen zur Tat oder nach verdächtigen Personen und Fahrzeugen im Bereich der Straßen Freiheit, Feldstraße und Schützenstraße in Harzgerode zur Tatzeit. Hinweise nimmt das Polizeirevier Harz in Halberstadt entgegen – per Telefon unter 03941/674-293 oder online unter https://polizei.sachsen-anhalt.de/das-sind-wir/polizei-interaktiv/e-revier/hinweis-geben.
Die Polizei warnt vor dieser Betrugsmasche: Der sogenannte Schockanruf gehört zu den häufigsten Betrugsmaschen. Kriminelle erzählen dabei Geschichten, die Angst machen und die Opfer emotional und zeitlich unter großen Druck setzen. Ziel ist immer, an Vermögen wie Bargeld, Gold oder Schmuck zu kommen. Die meisten Schockanrufe erfolgen in der Mittagszeit zwischen 11:00 und 14:00 Uhr. Weitere Informationen finden Sie unter www.polizei-beratung.de oder bei der örtlichen Polizeidienststelle.
Einbruch in Jugendclub
Zwischen dem 24. September 2026, 14:00 Uhr, und dem 27. September 2026, 16:40 Uhr, brachen Täter in den Jugendclub in der Holsteiner Straße in Ballenstedt ein. Sie stahlen einen Laptop, eine schwarze Sony Playstation 4, eine grüne Nintendo Switch 2 sowie dazugehörige Videospiele im Gesamtwert von etwa 1.400 Euro. Der Sachschaden am Gebäude wird auf 300 Euro geschätzt. Die Polizei sicherte Spuren und ermittelt jetzt wegen Diebstahl in besonders schwerem Fall. Sachdienliche Hinweise erbittet das Polizeirevier Harz in Halberstadt unter 03941/674-293 oder über https://polizei.sachsen-anhalt.de/das-sind-wir/polizei-interaktiv/e-revier/hinweis-geben.
Betrugsfälle in Sachsen-Anhalt: der Vergleich mit dem Bund
Die Polizei zählte 2025 landesweit 16.716 Betrugsfälle, das sind 783 auf 100.000 Einwohner. Damit steht Sachsen-Anhalt fast genauso wie der Bundesdurchschnitt, wo 770 Fälle je 100.000 Einwohner erfasst wurden. Gezählt wird Betrug nach den §§ 263 ff. StGB.
Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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