Brandenburg kämpft mit anhaltender Dürre – besonders Süden und Osten stark betroffen

Brandenburg befindet sich weiterhin im Griff einer ausgeprägten Dürre. Die aktuelle Karte des UFZ Dürremonitors vom 22. April zeigt ein dramatisches Bild: Große Teile des Bundeslandes sind von schwerer bis außergewöhnlicher Dürre betroffen, wobei die dunkelroten Bereiche im Süden und Osten besonders alarmierend sind.

Aktuelle Dürrekarte Brandenburg (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Brandenburg (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Während der Nordwesten Brandenburgs noch moderate Bodenfeuchte aufweist – erkennbar an den gelben bis hellbraunen Farbtönen – herrscht in weiten Teilen des südlichen und östlichen Landesteils extreme Trockenheit. Besonders dramatisch zeigt sich die Situation in einem Gürtel von der Mitte des Landes bis in den Südosten, wo die dunkelroten Markierungen auf außergewöhnliche Dürre hinweisen. Auch im äußersten Nordosten sind kritische Dürrebereiche zu erkennen.

Trotz der beachtlichen Niederschlagsmengen von durchschnittlich 53,7 Millimetern in der vergangenen Woche bleibt die Bodenfeuchtesituation angespannt. Diese Regenfälle konnten zwar oberflächlich für Entspannung sorgen, reichen aber nicht aus, um die tieferen Bodenschichten nachhaltig zu durchfeuchten. Die für die kommenden drei Tage prognostizierten trockenen Bedingungen ohne erwarteten Niederschlag bei Höchsttemperaturen von 15,2 Grad werden die Dürresituation weiter verschärfen.

Für die Landwirtschaft bedeutet diese anhaltende Trockenheit eine erhebliche Belastung. Besonders in den stark betroffenen südlichen und östlichen Regionen kämpfen Landwirte mit ausgetrockneten Böden, die das Pflanzenwachstum beeinträchtigen. Auch die natürlichen Ökosysteme leiden unter dem Wassermangel, während die Waldbrandgefahr in den kritischen Gebieten erhöht bleibt. Wasserversorger müssen die Situation genau im Auge behalten, da die Grundwasserstände in den betroffenen Regionen unter Druck stehen.

Den aktuellen Wetterbericht für Brandenburg finden Sie hier.