Brasilien-Wahl: Lula und Bolsonaro-Sohn liefern sich Kopf-an-Kopf-Rennen

via dts Nachrichtenagentur

Bei der zweiten Runde der Präsidentschaftswahl in Brasilien deutet sich ein äußerst knappes Rennen zwischen Amtsinhaber Lula da Silva und Flavio Bolsonaro an. Der Sohn des früheren Präsidenten Jair Bolsonaro tritt für die nationalkonservative Rechte an.

Nach Auszählung von 10 Prozent der Stimmen führt Lula mit 50,5 Prozent, allerdings zeichnet sich eine leicht abnehmende Tendenz ab. Flavio Bolsonaro kommt auf 49,5 Prozent der Stimmen. Das Ergebnis ist denkbar eng.

Deutlich anders sah es noch in der ersten Wahlrunde vor drei Wochen aus: Damals kam Bolsonaro auf 47 Prozent und lag auf Platz eins, während Lula rund 45 Prozent erhielt. Der Amtsinhaber hat also aufgeholt.

Die Stichwahl setzt einen jahrelangen politischen Konflikt fort, der Brasilien prägt. Auf der einen Seite steht Lulas linkes, sozialstaatlich orientiertes Projekt, auf der anderen Seite Bolsonaros nationalkonservatives Lager, das Sicherheit, wirtschaftliche Freiheit und einen Bruch mit der bisherigen Politik verspricht.

Dass der rechte Herausforderer entgegen vieler Erwartungen beim Wahlgang Anfang Oktober vorne lag, signalisiert: Die politische Mobilisierung des Bolsonaro-Lagers ist keineswegs gebrochen, unabhängig davon, wer am Ende die Wahl für sich entscheidet.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz aus offiziellen Quellen erstellt und redaktionell geprüft.

Autor: dts Nachrichtenagentur

» Weitere internationale News