In Brunsbüttel sind am Sonntag sechs ältere Bürger Ziel von Schockanrufen geworden. Zwischen 11:00 Uhr und 15:30 Uhr kontaktierten unbekannte Täter ihre Opfer über anonyme Rufnummern und gaben sich dabei als Kriminalbeamte aus.
Die Betrüger fragten teilweise nach Bargeld, Wertsachen oder erkundigten sich nach den Vermögensverhältnissen der Angerufenen. In einigen Fällen erkannten die kontaktierten Personen die Betrugsmasche und beendeten das Gespräch selbständig. In anderen Fällen brachen die Täter die Telefonate unvermittelt selbst ab. In allen sechs Fällen blieb es beim Versuch – ein Vermögensschaden entstand nicht.
Die Kriminalpolizei Heide hat die Ermittlungen wegen versuchten Betruges sowie wegen des Missbrauchs von Titeln, Berufsbezeichnungen und Abzeichen aufgenommen.
Die Polizei warnt vor diesem Hintergrund erneut vor dieser Betrugsmasche und gibt folgende Ratschläge: Bürger sollten misstrauisch bei Anrufen unbekannter Personen sein, insbesondere bei anonymen Rufnummern. Die Polizei fordert am Telefon grundsätzlich keine Informationen über Bargeld, Wertsachen oder Vermögensverhältnisse. Angerufene sollten keine persönlichen Daten preisgeben, sich nicht unter Druck setzen lassen und im Zweifel das Gespräch beenden. Bei Unsicherheit sollten Betroffene selbst die Polizei kontaktieren oder sich an vertraute Angehörige wenden. Besonders wichtig sei es, mit älteren Angehörigen über diese Betrugsform zu sprechen und verdächtige Anrufe oder Betrugsversuche der Polizei zu melden.