In Klanxbüll ist in der Nacht zum Donnerstag ein Autofahrer vor einem Bahnübergang eingeschlafen und hat dabei für einen ungewöhnlichen Polizeieinsatz gesorgt. Ein Radfahrer hatte bemerkt, dass der Wagen mit laufendem Motor eine halbe Stunde lang vor der geschlossenen Schranke in der Straße Wisch stand, ohne dass der Fahrer reagierte.
Der Radfahrer war auf dem Weg zu einer Verabredung gewesen und hatte das Auto bereits auf seinem Hinweg dort stehen sehen. Als er nach etwa einer halben Stunde zurückkam, stand das Fahrzeug noch immer unverändert an derselben Stelle. Er versuchte vergeblich, den Fahrer zu wecken und rief schließlich aus Sorge die Polizei.
Als die Polizisten des Reviers Niebüll vor Ort ankamen, konnten sie gerade noch beobachten, wie der Wagen über den Bahnübergang auf einen nahegelegenen Parkplatz fuhr. Bei der anschließenden Kontrolle stellte sich heraus, dass der 31-jährige deutsche Fahrer vor der geschlossenen Schranke eingeschlafen war. Da es zusätzlich Hinweise auf Alkoholkonsum gab, wurde eine Blutprobe entnommen und eine Anzeige wegen Trunkenheit im Verkehr gestellt. Der Mann wurde mit der Auflage entlassen, bis zur Wiederherstellung der Fahrtüchtigkeit keine Kraftfahrzeuge zu führen.
Ein weiterer kuriöser Vorfall ereignete sich am Donnerstagmorgen direkt beim Polizeirevier Niebüll: Kurz nach neun Uhr kam ein Mann mit seinem Auto zur Wache, um einen Diebstahl anzuzeigen. Während der Anzeigenaufnahme bemerkte der aufnehmende Polizist Alkoholgeruch. Ein Vortest ergab einen Wert von über 0,7 Promille. Gegen den 56-jährigen Deutschen wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Auch er darf bis zur Wiederherstellung der Fahrtüchtigkeit keine Kraftfahrzeuge fahren.