Bei den Sicherheitsmaßnahmen der Polizeidirektion Bad Segeberg ist ein 44-jähriger Deutscher wegen exhibitionistischer Handlungen festgenommen worden. Gleichzeitig führten gemeinsame Kontrollen von Polizei und Zoll in Bordellen zur Aufdeckung von sechs Frauen ohne gültige Aufenthaltsgenehmigung.
Der 44-Jährige hatte bereits am 9. Juni gegen 8 Uhr eine 37-jährige Frau in der Unterführung des Elmshorner Bahnhofs belästigt. Er sprach sie auf dem Weg zu den Gleisen an, zeigte ihr sein Geschlechtsteil und manipulierte daran. Die geschockte Frau setzte ihren Weg fort.
Am darauffolgenden Tag entblößte der Mann sich erneut – diesmal an der Krückau in der Nähe des Wedenkamps gegenüber Passanten. Eine 32-jährige Frau informierte daraufhin die Stadtwache der Polizei Elmshorn. Die Beamten fahndeten umgehend zu Fuß in der Innenstadt nach dem Täter. Die Frau machte sie am Holstenplatz auf den Exhibitionisten aufmerksam.
Unmittelbar zuvor hatte der Mann noch einer weiteren 34-jährigen Frau gegenüber sein Glied gezeigt. Diese wandte sich an eine Streife des Kommunalen Ordnungsdienstes. Die schnelle Reaktion von Polizei und KOD sorgte dafür, dass die strafbaren Handlungen gestoppt werden konnten. Der Mann kam nach den ersten polizeilichen Maßnahmen mangels Haftgründen zunächst auf freien Fuß. Gegen ihn läuft ein Strafverfahren wegen exhibitionistischer Handlungen.
Parallel führten Polizei und Zoll am Dienstag, 9. Juni, und Donnerstag, 11. Juni, abendliche Kontrollen im Prostitutionsgewerbe durch. Beteiligt waren die Kriminalpolizei sowie Beamte der Hauptzollämter Kiel und Itzehoe in den Kreisen Pinneberg und Segeberg. Die Kontrollen fanden in Elmshorn, Pinneberg, Rellingen, Norderstedt, Kaltenkirchen, Bad Segeberg und Bornhöved statt.
Bei diesen Überprüfungen stellten die Beamten in Pinneberg und Elmshorn sechs asiatische Frauen zwischen 30 und 42 Jahren fest, gegen die der Verdacht auf illegalen Aufenthalt in Deutschland besteht. Die Frauen konnten die Dienststellen nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder verlassen und wurden der Zuwanderungsbehörde gemeldet. Sie müssen sich nun in einem Strafverfahren wegen illegalen Aufenthalts verantworten.
Die Polizeidirektion Bad Segeberg kündigte an, auch in Zukunft gleichartige Kontrollen in enger Taktung durchzuführen. Die Maßnahmen sind Teil der BAO SuSi zur Erhöhung des subjektiven Sicherheitsgefühls.