Bundeskanzleramt schaltet Faxnummer ab – Sicherheitsgründe bleiben geheim

via dts Nachrichtenagentur

Das Bundeskanzleramt und das Bundespresseamt haben ihre öffentlich erreichbare Faxnummer abgeschaltet. Die Nummer (030) 18272-2555, die jahrelang im Impressum beider Regierungsbehörden stand, funktioniert nicht mehr. Mitte August wurden die entsprechenden Angaben von den Websites ersatzlos entfernt.

Die genauen Gründe für diesen Schritt bleibt die Bundesregierung der Öffentlichkeit schuldig. Eine Sprecherin der Regierung teilte der dts Nachrichtenagentur mit, man könne sich „aus Sicherheitsgründen zur konkreten Ausgestaltung der IT und eingesetzten Kommunikationsmittel der Bundesverwaltung grundsätzlich nicht äußern“.

Während viele Menschen Institutionen, die noch Faxgeräte nutzen, belächeln, verteidigen Fax-Befürworter die Technik mit gewichtigen Argumenten: Die Übertragung gilt als relativ sicher und lässt sich nicht so leicht abfangen. Zudem hat ein Fax seit Jahrzehnten anerkannte Rechtsgültigkeit – ein Vorteil gegenüber E-Mails, bei denen dies nicht immer der Fall ist. Hinzu kommt eine automatische, vor Gericht anerkannte Empfangsbestätigung.

Dennoch stellen immer mehr staatliche Einrichtungen ihre Faxgeräte ab – zumindest für die Kommunikation mit der Öffentlichkeit. Der Deutsche Bundestag hatte bereits 2024 seine letzten Faxgeräte abgestellt. Allerdings mit einer wichtigen Einschränkung: Für die Kommunikation mit bestimmten Partnern wie ausländischen Regierungen verfügt Berlin nach Informationen aus informierten Kreisen selbstverständlich noch immer über die Möglichkeit, Faxe zu senden und zu empfangen.

Autor: dts Nachrichtenagentur

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