Das war die Blaulicht-Woche im Saarland: 21.09.–27.09.2026

(Symbolbild)

Die Woche vom 21. bis 27. September 2026 im Saarland hatte mehrere schwerwiegende Vorfälle zu verzeichnen: ein Tötungsdelikt in Wadern, ein versuchtes Tötungsdelikt in Brebach-Fechingen sowie eine Bedrohungslage an der Universität des Saarlandes. Daneben beschäftigten eine spektakuläre Verfolgungsfahrt und eine Welle von Schockanrufen die saarländische Polizei.

Der schwerste Vorfall der Woche ereignete sich am Abend des 24. September 2026 in Wadern: In Wadern ist am Abend des 24. September 2026 eine 45-jährige Frau getötet worden. Ein 19-jähriger Mann aus dem Landkreis St. Wendel steht im dringenden Verdacht, sie erstochen zu haben. Er wurde in Tatortnähe festgenommen und wird noch im Laufe des Tages einem Ermittlungsrichter vorgeführt. Gegen 22:50 Uhr fand eine Mieterin die Vermieterin schwer verletzt im Eingangsbereich des Wohnanwesens im Stadtteil Lockweiler. Gleichzeitig war eine männliche Person aus dem Haus geflohen. Die Bewohnerin rief sofort den Notruf. Rettungskräfte versuchten, die 45-Jährige zu reanimieren, konnten ihr Leben aber nicht retten. Sie verstarb noch vor Ort. Die Polizei fahndete sofort in der Umgebung des Tatorts. Dabei trafen die Beamten auf den 19-Jährigen, der sich widerstandslos festnehmen ließ. Nach bisherigem Ermittlungsstand soll es sich bei dem Verdächtigen um einen Bekannten des Sohnes der Getöteten handeln. Die Polizei ermittelt noch zum genauen Ablauf der Tat und zu den Hintergründen des Falles. Mehr dazu

Bereits am Sonntag, dem 20. September 2026, hatte sich in Brebach-Fechingen ein mutmaßliches Tötungsdelikt ereignet, das die Ermittlungsbehörden auch in der Folgewoche beschäftigte: Am Sonntag, dem 20. September 2026, wurde ein 79-jähriger Mann auf einem Parkplatz in Brebach-Fechingen schwer verletzt. Zwischen 12:30 Uhr und 12:50 Uhr wurde der Senior auf dem Parkplatz in Höhe der Saargemünder Straße 9a unvermittelt angegriffen, nachdem er gerade seine Fahrradtour beendet hatte und sich zu seinem dort abgestellten Auto beugte. Der Angreifer verletzte den Mann im Nackenbereich mit einem scharfkantigen Gegenstand schwer, bevor er in Richtung des angrenzenden Waldgebiets flüchtete. Der 79-Jährige kam zur Behandlung in ein Krankenhaus. Im unmittelbaren Bereich des Tatorts wurde ein 39-jähriger Mann festgestellt, gegen den ein Haftbefehl erlassen wurde und der anschließend in die Justizvollzugsanstalt Saarbrücken kam. Ob der 39-Jährige mit dem versuchten Tötungsdelikt in Verbindung steht, ermittelt die Polizei noch. Aus ermittlungstaktischen Gründen kann sie derzeit keine weiteren Angaben machen. Die Polizei sucht Zeugen, die sich zwischen 12:30 Uhr und 12:50 Uhr im Bereich des Parkplatzes aufgehalten haben. Mehr dazu

Am Mittwoch, dem 23. September 2026, durchsuchte die Polizei nach einer Bedrohung gegen Beschäftigte der Universität des Saarlandes den Campus in Saarbrücken. Ein Verdächtiger soll Mitarbeiter der Hochschule auf einer Internetplattform bedroht haben. Als die Polizei von einer möglichen Sichtung des Tatverdächtigen auf dem Universitätsgelände erfuhr, rückte sie mit starken Kräften an und durchsuchte das Gelände zwischen etwa 14:00 Uhr und 18:00 Uhr. Der gesuchte Mann konnte jedoch nicht angetroffen werden. Im weiteren Verlauf der Ermittlungen ergaben sich Hinweise, dass er sich außerhalb des Saarlandes aufhält. Für die Bevölkerung war zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr vorhanden. Mehr dazu

Am Montag, dem 21. September 2026, verwickelte ein 20-Jähriger die Polizei in eine Verfolgungsfahrt über zwei Autobahnen. Alles begann gegen 17:15 Uhr an der Anschlussstelle Heusweiler auf der A 8, als eine Zivilstreife der Verkehrspolizei den Fahrer eines schwarzen VW Golfs kontrollieren wollte. Statt zu stoppen, trat der Mann aufs Gas, verließ die Autobahn, wendete und fuhr sofort wieder auf die A 8 zurück. Am Autobahnkreuz Saarbrücken wechselte er etwa 15 Minuten lang zwischen der A 8 und der A 1 hin und her und gefährdete dabei zahlreiche Verkehrsteilnehmer so massiv, dass die Polizei die Verfolgung schließlich abbrechen musste. Die Fahrt endete schließlich in Tholey. Mehr dazu

Seit dem 17. September 2026 registrierte die Landespolizeidirektion eine Häufung von Schockanrufen im Saarland. Bei der Betrugsmasche geben sich die Anrufer als enge Verwandte – meist Kinder oder Enkel – oder als Polizeibeamte aus. Sie täuschen eine Notlage vor: einen schweren Verkehrsunfall mit schwer Verletzten oder Toten. Der vermeintliche Unfallverursacher sei ein enger Angehöriger des Angerufenen. Um eine sofortige Verhaftung zu vermeiden, fordern die Betrüger am Telefon eine Kaution, die später von sogenannten Geldboten abgeholt wird. In vier Fällen gelang es den Betrügern, Bargeld zu erbeuten – insgesamt über 100.000 Euro. In einem weiteren Fall konnten Polizisten die Geldübergabe noch verhindern. Mehr dazu

Ebenfalls in der Berichtswoche: In der Nacht vom 19. auf den 20. September 2026 nahm die Polizeiinspektion Saarlouis einen 42-jährigen Einbrecher noch vor Ort in einem Wohnhaus in der Saarlouiser Innenstadt fest. Der Mann hatte eine Terrassentür aufgehebelt und Schmuck sowie einen vierstelligen Bargeldbetrag gestohlen. Gegen 3:30 Uhr kehrten die Bewohner zurück und alarmierten sofort die Polizei. Der Festgenommene, der ohne festen Wohnsitz ist, führte einen Rucksack mit dem Diebesgut bei sich. Am 21. September wurde er auf Antrag der Staatsanwaltschaft Saarbrücken einem Ermittlungsrichter vorgeführt, der einen Haftbefehl erließ. Mehr dazu

Für den Besuch von Bundeskanzler Friedrich Merz am 28. September 2026 in Saarlouis und Dillingen richtete das Bundesverkehrsministerium Flugverbotszonen ein. Die Verbote gelten von 14:00 bis 19:00 Uhr und untersagen alle Flüge von Drohnen und unbemannten Luftfahrtsystemen. Ausgenommen sind nur Polizeiflüge sowie solche mit ausdrücklicher Polizeigenehmigung. Mehr dazu

Messerattacken und Schusswaffen-Gebrauch

Die mutmaßliche Tötung in Wadern am 24. September 2026, bei der eine 45-jährige Frau erstochen wurde, ist der einzige aktenkundige Messervorfall der Woche — Mehr dazu. Schusswaffen wurden von Täterseite in der zurückliegenden Woche nach aktuellem Meldungsstand nicht eingesetzt.

Auffällig in dieser Woche ist die Häufung schwerer Gewaltdelikte: Innerhalb weniger Tage beschäftigten die Behörden ein vollendetes Tötungsdelikt in Wadern, ein versuchtes in Brebach-Fechingen sowie eine Bedrohungslage an einer Hochschule. Parallel dazu erlitten ältere Menschen im Saarland durch Schockanrufe finanzielle Schäden von über 100.000 Euro — ein Niveau, das die Polizei zur dringenden Warnung veranlasste.

Abseits der schweren Fälle kündigte die saarländische Polizei für die Folgewoche vom 28. September bis 4. Oktober 2026 Geschwindigkeitskontrollen an mehreren Strecken an, darunter die B 268 in Lebach, die A 6 zwischen der Landesgrenze Frankreich und dem Autobahnkreuz Neunkirchen sowie die A 8 zwischen Heusweiler und dem Autobahnkreuz Neunkirchen. Die Messstellen wurden anhand von Unfallhäufungen und Unfallursachen ausgewählt. Mehr dazu

Hinweis: Dieser Wochenrückblick wurde automatisiert auf Basis der Polizei-Pressemeldungen aus Saarland erstellt. Für die Beschuldigten, Betroffenen und Tatverdächtigen gilt die rechtsstaatlich garantierte Unschuldsvermutung.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.

» Weitere Polizeimeldungen aus Saarland