Zeit für eine erste Bilanz der Woche: Zwischen dem 2. und 8. November 2026 beschäftigten die Polizei in Baden-Württemberg gleich zwei Tötungsdelikte, mehrere Messerangriffe in Stuttgart sowie ein groß angelegter Drogenschlag im Raum Aalen. Dazu kamen Festnahmen an den Grenzen, ein Sozialleistungsbetrug in sechsstelliger Höhe und mehrere Einbrüche.
Das schwerste Einzelereignis der Woche ereignete sich am Mittwochvormittag in Niedereschach: Im Ortsteil Niedereschach hat sich ein Tötungsdelikt in der Familie ereignet. Ein 64-Jähriger tötete an seiner Wohnanschrift seine 62 Jahre alte Ehefrau. Einige Stunden später rief er selbst den Notruf und stellte sich der Polizei, die ihn widerstandslos vor dem Wohnhaus festnahm. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Konstanz war am Donnerstagnachmittag die Vorführung beim Haftrichter des Amtsgerichts Villingen-Schwenningen anberaumt. Die Kriminalpolizei ermittelt noch zu den Hintergründen. Mehr dazu.
Bereits seit dem 31. Oktober beschäftigt ein versuchtes Tötungsdelikt die Ermittler in Pforzheim: Im Stadtteil Mäuerach wurden zwei Personen in einem Wohnhaus schwer verletzt. Nach Angaben der Ermittler verschafften sich die beiden Tatverdächtigen Zutritt zum Wohnanwesen, wobei auch eine sogenannte Repetier-Pistolenarmbrust zum Einsatz kam. Am Abend des 3. November nahmen Spezialkräfte den zweiten Tatverdächtigen, einen 52-Jährigen, widerstandslos in einem Stuttgarter Hotel fest. Am 4. November erließ der Haftrichter in Pforzheim auf Antrag der Staatsanwaltschaft Karlsruhe einen Haftbefehl wegen des Verdachts des versuchten Mordes, der wegen Fluchtgefahr und der Schwere der Tat sofort vollzogen wurde. Mehr dazu.
Ein großer Drogenschlag gelang der Kriminalpolizei Aalen nach knapp einem Jahr Ermittlungen: Drei Personen — eine 23-Jährige, ein 27-Jähriger und ein 20-Jähriger — wurden festgenommen, denen der unerlaubte Handel mit Kokain in größeren Mengen vorgeworfen wird. Erste Hinweise hatten sich im Oktober 2025 ergeben. Bei Durchsuchungen in Aalen, Böbingen an der Rems, Mögglingen, Schwäbisch Gmünd und Kirchheim unter Teck fanden Ermittler etwa 1,5 Kilogramm Kokain, Cannabis sowie einen fünfstelligen Bargeldbetrag. Darüber hinaus beschlagnahmten sie diverse Messer und Schreckschusswaffen, Munition sowie weitere Beweismittel. Am Freitag wurden alle drei vor den Haftrichter gebracht, der Haftbefehle erließ, die sofort vollzogen wurden. Mehr dazu.
In Stuttgart kam es am Freitagabend, 6. November, gleich zu zwei getrennten Messerangriffen. Am Wilhelm-Geiger-Platz verfolgten drei Männer einen 30-Jährigen gegen 18.50 Uhr bis in einen Schnellimbiss und griffen ihn dort an. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts. Der 30-Jährige erlitt mehrere Schnitt- und Stichverletzungen, Rettungskräfte brachten ihn ins Krankenhaus; die Angreifer flüchteten. Mehr dazu. Rund zwanzig Minuten später, gegen 19.10 Uhr, soll eine 28-jährige Frau am Leonhardsplatz ihren 23 Jahre alten ehemaligen Lebensgefährten nach einem Streit mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt haben. Der Mann musste operiert werden. Die 28-Jährige wurde noch vor Ort festgenommen. Mehr dazu.
Beim Polizeieinsatz in Karlsruhe-Dammerstock am Donnerstagmorgen leistete ein betrunkener 27-Jähriger Widerstand und verletzte dabei einen Polizeibeamten am Knie. Der Beamte musste in einem Krankenhaus behandelt werden und konnte seinen Dienst nicht fortsetzen. Der 27-Jährige kam in Polizeigewahrsam; ihm erwartet nun unter anderem eine Anzeige wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. Mehr dazu.
Ebenfalls mit Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte muss sich ein 33-Jähriger auseinandersetzen, der am Mittwochabend am Grenzübergang Iffezheim von der Bundespolizei kontrolliert wurde. Eine Ausschreibung zur Festnahme wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis lag gegen ihn vor. Bei der Durchsuchung auf der Dienststelle wehrte er sich gegen die Polizisten. Da er die verhängte Geldstrafe nicht bezahlen konnte, muss er eine 45-tägige Haftstrafe verbüßen. Mehr dazu.
In Stuttgart nahm die Polizei am Dienstag einen 54-jährigen Mann fest, der seit Oktober 2022 unberechtigte Sozialleistungen in Höhe von mehr als 100.000 Euro bezogen haben soll. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung wurden mehrere Tausend Euro Bargeld beschlagnahmt. Ein Haftrichter erließ Haftbefehl, der sofort vollzogen wurde. Mehr dazu.
Ebenfalls in Stuttgart nahmen Zivilbeamte am Mittwoch, 4. November, einen 25-Jährigen in der Arnulf-Klett-Passage fest. Er soll an einer Stadtbahnhaltestelle Marihuana verkauft haben — und bot es anschließend auch den zivil gekleideten Polizisten an. Bei der Durchsuchung fanden die Beamten einige Gramm Marihuana sowie mutmaßliches Dealergeld. Mehr dazu.
In Karlsruhe ermittelten Kriminalpolizisten gegen vier Tatverdächtige wegen eines Einbruchs ins Rheinstrandbad Daxlanden in der Nacht auf den 29. August 2026. Die Gruppe soll Bargeld entwendet und einen Sachschaden im hohen vierstelligen Bereich verursacht haben. Bei Durchsuchungen am Donnerstag wurden Kleidungsstücke, Mobiltelefone und mutmaßliches Diebesgut sichergestellt. Zwei der Beschuldigten — 15 und 17 Jahre alt — kamen in Untersuchungshaft. Mehr dazu.
Das Amtsgericht Heidelberg erließ Haftbefehl gegen einen 21-Jährigen, dem Diebstahl in drei Fällen, versuchter Diebstahl sowie versuchter Diebstahl in Tateinheit mit vorsätzlicher Körperverletzung vorgeworfen werden. Er soll sich spätestens seit Oktober 2026 durch fortlaufende Diebstähle eine regelmäßige Einnahmequelle verschafft haben. Mehr dazu.
Im Main-Tauber-Kreis brachen Unbekannte in der Nacht zum Donnerstag in ein Lebensmittelgeschäft in Igersheim ein. Zwischen 19.40 Uhr und 7.45 Uhr stahlen sie Tabakwaren, Briefmarken und Bargeld. Die Polizei bittet um Hinweise unter 07931 54990. In Onstmettingen (Zollernalbkreis) nahm die Polizei einen 72-Jährigen fest, der in eine Lagerhalle in der Borsigstraße eingebrochen sein soll. Eine Zeugin alarmierte den Notruf, der Tatverdächtige flüchtete zunächst, wurde aber von Streifenwagenbesatzungen im nahen Waldgebiet aufgespürt und widerstandslos festgenommen. Bei ihm fanden Beamte Taschenlampe und Hebelwerkzeuge. Mehr dazu sowie Mehr zum Einbruch in Igersheim.
Am Bahnhof Kehl kontrollierte die Bundespolizei am 5. November einen 33-jährigen algerischen Staatsangehörigen in einem Fernzug aus Frankreich. Er konnte sich nicht ausweisen, und ein Haftbefehl wegen eines Verstoßes gegen das Aufenthaltsgesetz lag gegen ihn vor. Da er die Geldstrafe nicht bezahlen konnte, muss er nun eine 25-tägige Haftstrafe verbüßen. Mehr dazu.
Messerattacken und Schusswaffen-Gebrauch
Stuttgart war in dieser Woche gleich mehrfach Schauplatz von Messerangriffen. Am Freitagabend, 6. November, soll eine 28-jährige Frau ihren 23-jährigen ehemaligen Lebensgefährten in einer Wohnung am Leonhardsplatz mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt haben — der Mann wurde operiert, die Frau noch vor Ort festgenommen (Mehr dazu). Ebenfalls am 6. November verfolgten drei Männer einen 30-Jährigen bis in einen Schnellimbiss am Wilhelm-Geiger-Platz; die Polizei ermittelt wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts, der Mann erlitt mehrere Schnitt- und Stichverletzungen (Mehr dazu). Beim Drogenschlag im Raum Aalen beschlagnahmten Ermittler darüber hinaus diverse Messer und Schreckschusswaffen sowie Munition (Mehr dazu). Beim versuchten Mord-Fall in Pforzheim vom 31. Oktober kam zudem eine sogenannte Repetier-Pistolenarmbrust zum Einsatz (Mehr dazu).
Auffällig in dieser Woche: Stuttgart war gleich viermal Tatort von Messervorfällen oder Angriffen mit Waffen — zwei davon an einem einzigen Freitagabend und innerhalb von weniger als einer halben Stunde. Dazu kommen zwei laufende Ermittlungsverfahren wegen Totschlags beziehungsweise versuchten Mordes, die beide Spezialkräfte und staatsanwaltschaftliche Haftanträge erforderten. Die Häufung schwerer Gewaltdelikte zum Wochenschluss dürfte die Ermittlungsbehörden noch länger beschäftigen.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz aus offiziellen Quellen erstellt und redaktionell geprüft.