Das war die Blaulicht-Woche in Baden-Württemberg: 27.07.–02.08.2026 (KW 31)

(Symbolbild)

Zeit für eine erste Bilanz der Woche: Zwischen dem 27. Juli und dem 2. August 2026 beschäftigten die Polizei in Baden-Württemberg zwei Todesopfer, ein lebensgefährlich verletztes Kleinkind, ein Großbrand mit über 150 Feuerwehrleuten sowie mehrere Festnahmen in schweren Strafverfahren. Die schwersten Vorfälle verteilten sich dabei quer über das Land – von Friedrichshafen bis Offenburg, von Rastatt bis zur B297 bei Kirchheim.

Den schwersten Verkehrsunfall der Woche ereignete sich am Freitagnachmittag auf der Bundesstraße 297 zwischen Schlierbach und Kirchheim: Am Freitagmittag ist ein 29-jähriger Autofahrer bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 297 zwischen Schlierbach und Kirchheim ums Leben gekommen. Der Mann war kurz nach 14.30 Uhr mit seinem VW Transporter auf der B297 in Richtung Kirchheim unterwegs, als er aus noch ungeklärten Gründen auf die Gegenfahrbahn geriet und frontal mit einem Linienbus zusammenstieß. Im Bus befanden sich zum Zeitpunkt des Unfalls 15 Personen: Der 56-jährige Busfahrer erlitt schwere Verletzungen, sechs Fahrgäste kamen mit schweren und sieben mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus. Ein Notarzt versuchte vor Ort eine Reanimation des Fahrers – ohne Erfolg. Mehr dazu

Ebenfalls tödlich endete am Mittwochnachmittag ein Arbeitsunfall in Seitingen-Oberflacht. Gegen 14.30 Uhr versuchte ein 63-jähriger Mann auf seinem Grundstück mit einem Minibagger ein Terrassenfundament auszuheben. Als er mithilfe von Spanngurten am Baggerarm einen großen Stein aus der Grube heben wollte, kippte das Gerät nach vorne. Der Mann stürzte in die Grube und zog sich tödliche Verletzungen zu. Der Verkehrsdienst Zimmern ob Rottweil hat die Ermittlungen aufgenommen. Mehr dazu

Lebensgefährliche Verletzungen erlitt am Donnerstagmittag ein Kleinkind in Rastatt: Ein Kleinkind ist am Donnerstagmittag in Rastatt aus einem Fenster gestürzt und lebensgefährlich verletzt worden. Der Sturz ereignete sich gegen 12.15 Uhr in einem Mehrfamilienhaus in der Plittersdorfer Straße, und zwar aus einem Fenster im ersten Obergeschoss. Ein Rettungshubschrauber brachte das Kind in ein Krankenhaus. Die Polizei ermittelt, wie es zu dem Sturz kommen konnte. Mehr dazu

In der Nacht zum Samstag löste ein Großbrand auf einem Entsorgungs- und Recyclinghof in Friedrichshafen einen Masseinsatz aus. Das Feuer brach gegen 0.49 Uhr in der Allmannsweilerstraße aus und erfasste Abfallmaterial sowie Wertstoffe in einer angrenzenden Lagerhalle. Über 150 Feuerwehrleute sowie 35 Rettungskräfte rückten an, unterstützt vom Technischen Hilfswerk und einer Werksfeuerwehr. Erst um 3.12 Uhr waren die Flammen unter Kontrolle, die Löscharbeiten dauerten bis etwa 5.30 Uhr. Verletzt wurde niemand. Mehr dazu

Ebenfalls mit einem Großbrand hat die Woche im Landkreis Sigmaringen begonnen: Am Freitagnachmittag führte ein unbedacht angezündeter Reisighaufen bei Hoßkirch zu einem Flächenbrand, der rund 16 Hektar Nutzfläche zerstörte. Der 64-jährige Verursacher hatte das Feuer am Wiesenrand nicht ausreichend unter Kontrolle gehalten; es griff auf ein Stoppelfeld über und wurde durch auffrischenden Wind in Richtung eines Waldstücks getrieben. Rund 100 Feuerwehrleute verhinderten Schlimmeres. Der Mann verletzte sich bei ersten Löschversuchen leicht. Die Polizei ermittelt gegen ihn wegen fahrlässiger Brandstiftung. Mehr dazu

Fortschritte gab es in einem schweren Altfall aus dem Landkreis Ludwigsburg: Nach dem erpresserischen Menschenraub in der Nacht vom 16. auf den 17. März 2026 in Besigheim-Ottmarsheim hat die Kriminalpolizei am 24. Juli 2026 drei weitere Tatverdächtige festgenommen – eine 21-jährige rumänische Staatsangehörige, eine 23-jährige Deutsche sowie einen 18-jährigen Deutschen. Zwei bereits im April festgenommene Männer befinden sich weiterhin in Untersuchungshaft. Mehr dazu

In der Region Reutlingen hatte die Polizei in den vergangenen Tagen mit mehreren Verkehrsunfällen, Bränden und Widerstandshandlungen zu tun. Ein 78-jähriger Autofahrer wurde schwer verletzt, zwei Beamte bei Einsätzen verletzt und mehrere Fahrzeuge beschädigt. Der 78-Jährige war am Freitagnachmittag gegen 14.15 Uhr auf der Stuhlsteige in Pfullingen in einer 180-Grad-Kehre mit nicht angepasster Geschwindigkeit nach links von der Fahrbahn abgekommen; das Fahrzeug überschlug sich und blieb auf dem Dach liegen. Die Feuerwehr befreite ihn aus dem Wrack. Mehr dazu

In Ludwigsburg ermittelt die Kriminalpolizei nach queerfeindlichen Angriffen auf einen 25-jährigen Mann, der in der Stadt Lebensmittel an Bedürftige verteilte. An zwei aufeinanderfolgenden Abenden – am 23. und 24. Juli – wurde er von mutmaßlich jugendlichen Tätern homophob beleidigt und körperlich angegangen. Ein 15-jähriger Tatverdächtiger wurde festgenommen, zwei weitere Täter sind noch flüchtig. Mehr dazu

In Offenburg nahm die Polizei am Mittwochmorgen einen 33-Jährigen nach einem bewaffneten Raub vorläufig fest. Der Mann soll einem 42-jährigen Bekannten vor einer Praxis in der Vogesenstraße zuerst auf den Kopf geschlagen und ihn dann mit einem Messer bedroht haben, bevor er mit dem E-Scooter des Opfers floh. Eine Streife des Polizeireviers Offenburg konnte den Flüchtigen wenig später stellen. Hinweise nimmt das Polizeirevier Offenburg unter 0781 21-1211 entgegen. Mehr dazu

In Mannheim stoppten Beamte in der Nacht zum Donnerstag gegen 2 Uhr einen Dacia in der Langstraße in der Neckarstadt-West, der kurz zuvor in Mannheim-Seckenheim gestohlen worden war – unverschlossen mit steckenden Schlüsseln. Der 48-jährige Fahrer räumte ein, keinen Führerschein zu besitzen, und ein Drogenvortest reagierte positiv. Bei ihm wurde ein Tierabwehrspray gefunden, sein 18-jähriger Beifahrer führte zwei Messer mit sich. Beide Männer wurden festgenommen. Mehr dazu

Nach einer Bedrohung mit einer Schreckschusswaffe in der Überlinger Innenstadt in der Nacht zum Donnerstag hat die Polizei einen 19-jährigen Tatverdächtigen ermittelt und die Schusswaffe sichergestellt. Der Beschuldigte hatte in der Nacht zum Donnerstag mit der Schreckschusswaffe geschossen und Passanten in der Stadt bedroht. Am Donnerstagnachmittag nahmen Einsatzkräfte ihn am Bahnhof in Offenburg fest. Die Schreckschusswaffe selbst wurde am Samstag nach einem Zeugenhinweis aufgespürt. Das Polizeirevier Überlingen und die Staatsanwaltschaft Konstanz ermitteln wegen Bedrohung und eines Vergehens nach dem Waffengesetz. Mehr dazu

Messerattacken und Schusswaffen-Gebrauch

In Offenburg soll ein 33-Jähriger am Mittwochmorgen einem Bekannten auf den Kopf geschlagen und ihn anschließend mit einem Messer bedroht haben – der Mann wurde festgenommen (Mehr dazu). In Mannheim wurden bei der Kontrolle des gestohlenen Dacias zwei Messer beim 18-jährigen Beifahrer sichergestellt (Mehr dazu). In Überlingen schoss ein 19-Jähriger in der Nacht zum Donnerstag in der Innenstadt mit einer Schreckschusswaffe und bedrohte Passanten; Polizei und Staatsanwaltschaft Konstanz ermitteln nach dem Waffengesetz (Mehr dazu).

Auffällig in dieser Woche war die Häufung von Brandereignissen: Gleich drei größere Feuer beschäftigten die Feuerwehren in Baden-Württemberg – der Großbrand auf dem Entsorgungshof in Friedrichshafen mit über 150 Feuerwehrleuten im Einsatz, der Flächenbrand bei Hoßkirch mit rund 100 Einsatzkräften sowie ein Fahrzeugbrand im Bodenseekreis. Hinzu kamen zwei E-Scooter-Fahrer im Bodenseekreis, die unter dem Einfluss von Drogen beziehungsweise mit über 2,2 Promille Atemalkohol gestoppt wurden – ein Hinweis auf anhaltende Probleme mit berauschten Fahrern auf Kleinstfahrzeugen.

Hinweis: Dieser Wochenrückblick wurde automatisiert auf Basis der Polizei-Pressemeldungen aus Baden-Württemberg erstellt. Für die Beschuldigten, Betroffenen und Tatverdächtigen gilt die rechtsstaatlich garantierte Unschuldsvermutung.

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