In der vergangenen Woche standen für die Bremer Polizei eine Großrazzia gegen illegales Glücksspiel sowie mehrere bewaffnete Raubüberfälle im Mittelpunkt. Bei der Razzia mit 150 Polizistinnen und Polizisten beschlagnahmten die Ermittler neben 19 Spielautomaten auch eine Schusswaffe und Kokain. Daneben ereigneten sich mehrere Brände in Bremerhaven, bei denen insgesamt 16 Bewohner ihre Wohnungen verlassen mussten.
Den größten Einsatz der Woche stellte die Großrazzia gegen illegales Glücksspiel dar. Am Mittwochabend durchsuchten etwa 150 Polizistinnen und Polizisten, darunter Spezialkräfte, elf Lokale und zwei Wohnungen. Das Ermittlungsverfahren „Sonne“ richtete sich gegen zwei Personen einer Großfamilie im Alter von 24 und 51 Jahren, bei denen einzelne Mitglieder der Clankriminalität zugeordnet werden. Bei den Durchsuchungen beschlagnahmten die Ermittler 19 Spielautomaten, eine Schusswaffe, Kokain, Bargeld und ein als gestohlen registriertes Fahrrad. Mehr dazu
In Bremerhaven ereignete sich am Dienstagabend ein besonders ungewöhnlicher Raubüberfall. Ein 27-jähriger Mann ließ seinen aggressiven Kangal-Hirtenhund auf einen Supermarkt-Kunden los und stahl anschließend dessen Einkauf. Der mit einem größeren Messer bewaffnete Mann hielt sich im Eingangsbereich eines Supermarktes an der Schiffdorfer Chaussee auf, als ein Kunde nach dem Einkauf seine Waren im Auto verstauen wollte. Der erschrockene Kunde ließ seinen Einkaufswagen stehen und flüchtete zurück in den Supermarkt. Der 27-Jährige wehrte sich gegen die Festnahme. Mehr dazu
In der Bremer Altstadt entriss ein unbekannter Räuber am Freitagabend einer 60-jährigen Frau eine hochwertige Rolex-Armbanduhr. Der Überfall ereignete sich gegen 20 Uhr in der Straße Bischofsnadel. Obwohl die Frau und ihre 55-jährige Begleiterin versuchten, die Uhr festzuhalten, gelang es dem Täter, die Schließe zu öffnen. Anschließend flüchtete er zunächst zu Fuß, griff dann einen Radfahrer an, zog ihn vom Fahrrad und entkam mit dem gestohlenen Rad. Mehr dazu
Gegen die rechtsextremistische Gruppierung „weserems.aktion“ ging die Polizei am Donnerstag erneut vor. Bei Durchsuchungen in Bremen und Niedersachsen stellten die Ermittler zahlreiche Datenträger, Waffen und rechtsextremistisches Propagandamaterial sicher. Die Ermittlungen richten sich gegen insgesamt neun Beschuldigte im Alter von 15 bis 24 Jahren, denen vorgeworfen wird, in Messenger-Chatgruppen strafbare Inhalte verbreitet zu haben – darunter rechtsextremistische Bilder, Sticker und Nachrichten mit Hakenkreuzen, Hitlergrüßen sowie rassistischen und volksverhetzenden Inhalten. Mehr dazu
Mehrere Brände hielten die Feuerwehr in Bremerhaven in Atem. Am Dienstagabend brach in einem Mehrfamilienhaus in der Radellstraße ein Brand in der Zwischendecke des Flachdaches aus. Die Polizei räumte das Gebäude sowie zwei angrenzende Nebengebäude. Insgesamt 16 unverletzt gebliebene Bewohnerinnen und Bewohner wurden durch den Betreuungsbus des Deutschen Roten Kreuzes versorgt. Mehr dazu Bei einem weiteren Wohnungsbrand in Bremerhaven-Geestemünde-Süd wurde eine 65-jährige Frau mit einer Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht. Mehr dazu
Bei einem Unfall in Bremerhaven wurde ein 77-jähriger Pedelec-Fahrer verletzt, als er gegen eine unvermittelt geöffnete Autotür prallte. Nach einem Warnhinweis der Polizei zu Ablenkungsunfällen werden laut Statistik in Deutschland jährlich 106 Menschen bei Ablenkungsunfällen getötet. Mehr dazu
Messerattacken und Schusswaffen-Gebrauch
Bei der Großrazzia gegen illegales Glücksspiel beschlagnahmten die Ermittler neben 19 Spielautomaten auch eine Schusswaffe. Ein maskierter Räuber überfiel am Freitagabend eine Tankstelle in Bremen-Walle mit einem Messer und bedrohte die 19-jährige Mitarbeiterin. Mehr dazu In Bremerhaven war ein 27-Jähriger mit einem größeren Messer bewaffnet, als er seinen Hund auf einen Supermarkt-Kunden losließ.
Am Pfingstwochenende entwickelte sich in der Bremer Überseestadt bei sommerlichem Wetter ein erhebliches Verkehrsaufkommen der Raser- und Poserszene. Über 100 Fahrzeuge, darunter viele aus dem Bremer Umland, sorgten für Beschwerden von Anwohnern über hochmotorisierte Fahrzeuge und überhöhte Geschwindigkeiten. Die Polizei war mit zahlreichen Polizistinnen und Polizisten vor Ort und setzte konsequent Maßnahmen zur Verkehrslenkung um. Mehr dazu