Die Woche vom 10.08. bis 16.08.2026 brachte der Polizei in Mecklenburg-Vorpommern eine Häufung schwerer Verkehrsunfälle, einen Messerangriff in Schwerin sowie mehrere Raubdelikte. Im Mittelpunkt standen außerdem eine Drogenrazzia in Rostock und ein Waldbrand im Müritz-Nationalpark.
Den schwersten Verkehrsvorfall der Woche registrierte die Polizei am Sonntag, 16.08., auf der A 20 zwischen Greifswald und Grimmen-Ost. Gegen 08:30 Uhr kam ein 61-jähriger Fahrer mit einem Ford, der diplomatische Kennzeichen trug, nach rechts von der Fahrbahn ab. Das Fahrzeug fuhr auf dem Seitenstreifen weiter und schleuderte schließlich etwa 5 Meter unterhalb der Fahrbahn frontal in eine Grabenböschung. Der Fahrer, seine 36-jährige Beifahrerin und zwei Kinder auf dem Rücksitz wurden schwer verletzt. Die Beifahrerin wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen; der Fahrer und die Kinder wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht. Auch drei Hunde waren im Fahrzeug. Kurz darauf ereignete sich in der Nähe des Stauendes Richtung Greifswald ein zweiter Unfall: Ein 77-jähriger Fahrer übersah das Stauende und fuhr mit hoher Geschwindigkeit auf ein stehendes Fahrzeug auf. Der 77-Jährige und seine 72-jährige Mitfahrerin wurden schwer verletzt und in Krankenhäuser gebracht. Ein 79-jähriger Beifahrer des angefahrenen Fahrzeugs erlitt leichte Verletzungen und wurde vor Ort versorgt. An beiden Fahrzeugen entstand erheblicher Sachschaden. Mehr dazu
Ebenfalls am Sonntag, 16.08., kam es gegen 10:20 Uhr auf der B 105 an der Abfahrt Mesekenhagen zu einer weiteren schweren Kollision. Ein 63-jähriger Motorradfahrer überholte mehrere Fahrzeuge und übersah dabei eine 79-jährige Pkw-Fahrerin, die mit ihrem Audi Q3 abbog. Der Motorradfahrer prallte gegen den Pkw, wurde von einer Leitplanke erfasst und stürzte in den Straßengraben. Er erlitt schwere Verletzungen und kam in eine Klinik nach Stralsund. Die 79-Jährige stand unter Schock, wurde leicht verletzt und in die Universitätsmedizin Greifswald gebracht. Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit. Mehr dazu
Am Freitag, 15.08., gegen 12:10 Uhr, verunfallte ein 39-jähriger Motorradfahrer aus Neubrandenburg auf der K 44 zwischen Usedom und Stolpe. Ein 39-jähriger Motorradfahrer aus Neubrandenburg ist am 15. August 2026 gegen 12.10 Uhr auf der K 44 zwischen Usedom und Stolpe schwer verletzt worden. Der Mann war mit seiner Suzuki GSX 800 unterwegs, als er nach rechts von der Fahrbahn abkam und frontal mit einem Alleebaum kollidierte. Der Aufprall war so heftig, dass der Fahrer mit dem Rettungshubschrauber ins Klinikum Greifswald geflogen werden musste. Mehr dazu
Zu einem Kreuzungsunfall mit drei Verletzten kam es am Donnerstag, 14.08., in Rostock. In Rostock hat sich am Donnerstagnachmittag ein schwerer Verkehrsunfall ereignet, bei dem drei Menschen verletzt wurden. Gegen 17:10 Uhr missachtete ein 88-jähriger Skoda-Fahrer an der Kreuzung St.-Petersburger-Straße und Rigaer Straße ein rotes Lichtsignal und fuhr in die Kreuzung ein. In der Mitte der Kreuzung prallte sein Wagen mit dem Seat eines 22-Jährigen zusammen. Der 22-jährige Fahrer des Seat wurde bei dem Aufprall schwer verletzt. Der 88-jährige Skoda-Fahrer und sein 87 Jahre alter Beifahrer erlitten leichte Verletzungen. Rettungswagen brachten alle drei Verletzten in Rostocker Krankenhäuser. Mehr dazu
Am Samstagabend, 15.08., gegen 17:46 Uhr, kollidierte auf der B 96 in Höhe Rotenkirchen bei Samtens ein 81-jähriger Volvo-Fahrer nach einem Sekundenschlaf mit dem Heck eines mit 50 Fahrgästen besetzten Reisebusses. Verletzt wurde dabei niemand. Der Pkw war nicht mehr fahrbereit; der Schaden wird auf rund 15.000 Euro geschätzt. Mehr dazu
Am Donnerstag, 13.08., führten Ermittler des Kriminalkommissariats in Rostock eine Wohnungsdurchsuchung durch. In der Unterkunft eines 30-jährigen Deutschen, gegen den wegen des Verdachts des Handeltreibens mit Betäubungsmitteln ermittelt wird, stellten die Beamten etwa 50 Gramm Kokain und rund 250 Gramm Marihuana sowie mehrere hundert Euro Bargeld sicher. Die Ermittlungen laufen weiter. Mehr dazu
Am späten Samstagabend, 15.08., etwa um 23 Uhr, ist es am Schweriner Schlachtermarkt zu einer gefährlichen Körperverletzung gekommen. Bei einer Auseinandersetzung wurden drei Männer mit Schnitt- und Stichverletzungen verletzt. Die Polizei traf vor Ort drei verletzte Personen an: zwei tunesische Staatsangehörige im Alter von 18 und 22 Jahren sowie ein algerischer Staatsangehöriger im Alter von 21 Jahren. Rettungskräfte brachten alle drei zur medizinischen Behandlung ins Klinikum. Nach bisherigem Ermittlungsstand sind zwei unbekannte Tatverdächtige nach der Auseinandersetzung vom Tatort geflohen. Die Kriminalpolizei sucht nun Zeugen, die sich zum Zeitpunkt der Tat auf dem Schlachtermarkt aufgehalten haben. Mehr dazu
Gleich zwei Raubdelikte beschäftigten die Polizei am Montag, 10.08. In Schwerin überfiel ein Unbekannter gegen 17:30 Uhr eine 87-jährige Frau in der Schillerstraße im Bereich eines Garagenkomplexes. Der Täter versuchte, der Seniorin die Handtasche zu entreißen, stieß sie zu Boden und stahl ihre Geldbörse. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen Raubs und bittet um Zeugenhinweise. Mehr dazu In Wismar-Wendorf versuchte ein Unbekannter gegen 19:30 Uhr, einen 41-Jährigen in einer Parkanlage zwischen der Erwin-Fischer-Straße und der Rudolf-Breitscheid-Straße auszurauben. Als das Opfer die Herausgabe seines Mobiltelefons verweigerte, schlug der Täter ihm ins Gesicht. Das Handy konnte er nicht erbeuten und flüchtete. Der Angegriffene erlitt eine Kopfplatzwunde und wurde ins Sana Hanse-Klinikum Wismar gebracht. Die Polizei fahndet nach einem etwa 186 Zentimeter großen Mann mit kurzen braunen Haaren. Mehr dazu
Zwischen Mittwoch, 12.08., 21:30 Uhr, und Donnerstag, 13.08., 07:20 Uhr, brachen Unbekannte in die Gemeindegaragen in der Dorfstraße in Groß Teetzleben ein. Sie stahlen Rasenmäher, einen Freischneider, diverses Werkzeug und Kraftstoffe. Die Feuerwehrtechnik blieb unangetastet. Der Gesamtschaden aus Diebstahl und Sachbeschädigung beläuft sich auf etwa 35.000 Euro. Der Kriminaldauerdienst sicherte Spuren; die Polizei bittet um Zeugenhinweise. Mehr dazu
Am Mittwoch, 12.08., löste ein Zeugenhinweis auf Rauchentwicklung einen Polizeigroßeinsatz im Müritz-Nationalpark aus. Ein Hubschrauber bestätigte einen Waldbrand nördlich von Granzin bei Kratzeburg. Zum Zeitpunkt der Meldung lagen noch keine Angaben zum Ausmaß des Brandes vor. Mehr dazu
Am Samstag, 15.08., führte die Polizeiinspektion Neubrandenburg anlässlich des Christopher Street Days in Neustrelitz sowie einer weiteren angemeldeten Versammlung einen Großeinsatz durch. Zwischen 12:00 und 19:00 Uhr mussten Verkehrsteilnehmer und Anwohner im Bereich des Hauptbahnhofs, des Stadtteils Kiefernheide, des Markts und des Theaters mit Einschränkungen und kurzzeitigen Straßensperrungen rechnen. Mehr dazu
In den Bereichen Ludwigslust und Hagenow warnt die Polizei vor einer Häufung von Schockanrufen: Betrüger geben sich als Polizeibeamte aus und behaupten, ein enges Familienmitglied habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht. Anschließend fordern sie sofortige Geldzahlungen als angebliche Kaution. Die Polizei rät: sofort auflegen, kein Bargeld übergeben, keine persönlichen Informationen oder Bankdaten mitteilen. Mehr dazu
Messerattacken und Schusswaffen-Gebrauch
Am Schlachtermarkt in Schwerin wurden in der Nacht zum Sonntag, 16.08., drei Männer mit Schnitt- und Stichverletzungen verletzt; zwei unbekannte Tatverdächtige sind flüchtig — Mehr dazu. Weitere Messer- oder Schusswaffenvorfälle durch Täter wurden von der Polizei in dieser Woche nicht gemeldet.
Auffällig ist die Häufung schwerer Unfälle auf Straßen und Landstraßen in Mecklenburg-Vorpommern: Allein am Sonntag, 16.08., registrierte die Polizei vier separate Unfälle mit Schwerverletzten — zwei auf der A 20, einen auf der B 105 und einen weiteren bereits am Vortag auf der K 44. Motorradfahrer waren dabei besonders häufig betroffen.
Einen Ermittlungserfolg im Bereich Rauschgiftkriminalität meldete die Polizei aus Rostock: Bei der Durchsuchung der Wohnung eines 30-jährigen Tatverdächtigen stellten Beamte des Kriminalkommissariats rund 300 Gramm Betäubungsmittel — darunter Kokain und Marihuana — sowie Bargeld sicher. Mehr dazu