Zeit für eine erste Bilanz der Woche: Zwischen dem 21. und 27. September 2026 beschäftigten die Polizei in Mecklenburg-Vorpommern zwei Todesfälle, mehrere Gewaltdelikte und eine Reihe von Verkehrs- und Drogenkontrollen. Die schwersten Vorfälle ereigneten sich in Güstrow, bei Wismar sowie in Schwerin, Rostock und Neubrandenburg.
Der erschütterndste Vorfall der Woche trug sich am Montag, 21. September 2026, in Güstrow zu: Auf einem Supermarkt-Parkplatz in der Eisenbahnstraße stürzte ein dreijähriger Junge aus bisher nicht geklärten Gründen auf die Fahrbahn, während er mit seiner Mutter am Fahrbahnrand ging. Ein Transporter konnte dem Kind nicht mehr ausweichen — der Junge geriet seitlich unter das Fahrzeug und wurde überrollt. Trotz sofort eingeleiteter Rettungsmaßnahmen verstarb das Kind noch am selben Nachmittag in einem Güstrower Krankenhaus. Der 44-jährige Fahrer konnte den Unfall nicht verhindern. Die Polizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung ein und zog einen Sachverständigen der DEKRA zur Klärung der genauen Unfallursache hinzu. Mehr dazu.
Ebenfalls am Montag, 21. September 2026, ereignete sich auf der Landesstraße 12 bei Wismar ein tödlicher Motorradunfall: Der 61-jährige Fahrer war auf seinem Motorrad vom Typ Yamaha auf der L12 von Käselow in Richtung Gressow unterwegs, als er nach links von der Fahrbahn abkam und gegen einen Baum prallte. Der 61-Jährige erlag seinen Verletzungen noch an der Unfallstelle. Das Motorrad wurde total beschädigt und musste durch einen Abschleppdienst geborgen werden. Der Sachschaden beläuft sich auf etwa 22.000 Euro. Die L12 war während der Unfallaufnahme rund vier Stunden vollständig gesperrt; zur Klärung der Umstände zog die Polizei einen DEKRA-Sachverständigen hinzu. Mehr dazu.
Bereits vor dem offiziellen Wochenbeginn, am 16. September 2026, war im Bereich der Geinitzbrücke in der Warnow eine leblose Frau aufgefunden worden. In der Berichtswoche klärte die Polizei die Identität der Verstorbenen: Bei der Verstorbenen handelt es sich um eine 78-jährige Rostockerin. Die Polizei ermittelt weiterhin zu den Umständen und zur Todesursache. Bislang gibt es keine Hinweise auf Fremdverschulden. Mehr dazu.
In Schwerin kam es bereits am Sonntag, 20. September 2026, gegen 21:40 Uhr zu einer räuberischen Erpressung: Im Bereich des Tunnels am Großen Moor, in Höhe der Schlachterstraße/Baderstraße, forderten drei Personen einen 21-jährigen Deutschen unter Androhung von Gewalt zur Herausgabe seines Rucksacks auf. Der Mann kam der Aufforderung nach und blieb unverletzt. Die drei Tatverdächtigen flüchteten anschließend in Richtung Marstall. Die Polizei sucht Zeugen und hat Personenbeschreibungen der drei Gesuchten veröffentlicht. Mehr dazu.
Am Mittwoch dieser Woche eskalierte in Neubrandenburg ein Rettungseinsatz gefährlich: Ursprünglich war der Rettungsdienst zu einer Frau in psychischer Notlage in ihre Wohnung im Reitbahnweg gerufen worden. Als die Retter sie in eine Klinik bringen wollten, wehrte sie sich heftig. Nachdem die zur Unterstützung gerufenen Polizisten eintrafen, ergriff die Frau ein Messer und ging damit auf die Beamten zu. Sie drohte ihnen mit dem Tod. Um die Eskalation zu stoppen, kündigten die Beamten den Einsatz von Pfefferspray und Schusswaffe an. Gleichzeitig gelang es ihnen durch Gespräche, die Frau zu bewegen, das Messer abzulegen. Am Ende konnte die Frau in die Klinik gebracht werden. Alle Beteiligten — die Polizisten, die Rettungskräfte und die Frau — blieben unverletzt. Mehr dazu.
Am Dienstag, 23. September 2026, rückte die Rostocker Polizei gleich zweimal wegen aggressiver Personen in Ladengeschäfte aus. Gegen 19:15 Uhr betrat ein 33-jähriger Deutscher einen Lebensmittelmarkt im Stephan-Jantzen-Ring im Stadtteil Schmarl, obwohl ihm der Zutritt untersagt war. Als Mitarbeiter ihn ansprachen und hinausbegleiteten, soll er ein Messer gezogen und sie bedroht haben. Anschließend trat er mehrfach gegen die Eingangstür und beschädigte sie; der Schaden wird auf etwa 500 Euro geschätzt. Polizisten stellten den Mann kurz darauf in der Umgebung. In einem zweiten Einsatz am selben Abend wurde ein weiterer aggressiver Tatverdächtiger in einem Rostocker Ladengeschäft gestellt. Mehr dazu.
Am Donnerstag, 24. September 2026, gegen 17:00 Uhr, alarmierte ein Geschäft in Stralsund die Polizei: Ein 33-jähriger Mann hatte ein Paar Schuhe im Wert von etwa 85 Euro gestohlen. Als eine Ladendetektivin ihn zur Rede stellte, schubste er sie weg und flüchtete mit der Beute — die Mitarbeiterin blieb unverletzt. Polizistinnen und Polizisten stellten den Mann kurz darauf in der Nähe des Heinrich-Heine-Rings. Bei der Durchsuchung seines Rucksacks fanden sie nicht nur die gestohlenen Schuhe, sondern auch mutmaßliche Betäubungsmittel, die sichergestellt wurden. Gegen den 33-jährigen Deutschen wird nun wegen räuberischen Diebstahls und unerlaubten Besitzes von Betäubungsmitteln ermittelt. Mehr dazu.
In der Nacht von Donnerstag auf Freitag zog die Schweriner Polizei zwei Fahrzeugführer aus dem Verkehr: Am Donnerstag gegen 22:40 Uhr ergab ein Alkoholtest bei einem 56-jährigen Fahrer eines VW Transporters in der Grevesmühlener Straße einen Wert von 1,39 Promille — Führerschein und Blutprobe folgten. Kurz nach Mitternacht fiel Beamten in der Hamburger Allee eine 41-jährige Fahrerin mit auffälliger Fahrweise auf; ein Drogenvortest bestätigte den Verdacht auf Drogeneinfluss. Mehr dazu.
Bereits am Samstag, 19. September 2026, gegen 07:15 Uhr, wurde die Polizei zum Spielplatz am Platz der Freundschaft in der Rostocker Südstadt gerufen, nachdem Zeugen zwei prügelnde Männer gemeldet hatten. Ein Beteiligter soll eine Schreckschusswaffe in der Hand gehalten und mehrere Schüsse abgegeben haben. Vor Ort trafen die Beamten zwei Deutsche im Alter von 23 und 21 Jahren an. Nach Angaben der Polizei hatten die beiden zunächst verbal aneinander geraten. Dann sprühte der 23-Jährige seinem jüngeren Kontrahenten Tierabwehrspray ins Gesicht. Daraufhin zog der 21-Jährige eine Schreckschusswaffe und gab mehrere Schüsse in Richtung des Bodens ab. Die beiden Männer gerieten dann in eine körperliche Auseinandersetzung. Beide wurden dabei leicht verletzt, lehnten eine Behandlung durch den Rettungsdienst jedoch ab. Mehr dazu.
In der Nacht zum Montag brannte in Rostock auf einem Parkplatz im Martin-Andersen-Nexö-Ring ein Opel Vivaro. Als Beamte eintrafen, stand der vordere Bereich des Fahrzeugs bereits in Flammen; die alarmierte Feuerwehr löschte das Auto. Andere Fahrzeuge wurden nicht beschädigt. Spuren deuten nach ersten Erkenntnissen auf Brandstiftung hin, der Schaden wird auf etwa 10.000 Euro geschätzt. Der Kriminaldauerdienst Rostock sicherte Spuren am Tatort. Die Kriminalpolizei sucht Zeugen, die im Bereich des Martin-Andersen-Nexö-Rings verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet haben. Mehr dazu.
In Neubrandenburg griff am Montag gegen 12:00 Uhr ein Mann auf dem Verbindungsweg zwischen Demminer Straße und Max-Adrion-Straße auf dem Datzeberg zwei Frauen — eine 18-Jährige und eine 30-Jährige — zunächst verbal an und beleidigte sie. Anschließend attackierte er die 30-Jährige körperlich; sie wurde dabei leicht verletzt. Der Verdächtige wird beschrieben als etwa 30 Jahre alt, 1,70 bis 1,75 Meter groß, kahlköpfig mit Drei-Tage-Bart, blauer Jeans und beigefarbenem Pullover; er sprach Deutsch mit Akzent. Die Polizei sucht Zeugen. Mehr dazu.
Auf der B 191 zwischen Neustadt-Glewe und Parchim meldete eine Zeugin am Montag gegen 16:00 Uhr einen Fahrer mit Schlangenlinien, der wiederholt auf die Gegenfahrbahn geriet. Die Polizei stoppte den 68-Jährigen an einem Autohof — sein Alkoholwert betrug 2,9 Promille. Kurz zuvor hatte ein Zeuge auf einem Verbindungsweg zwischen der L 041 und dem Ort Schaliß bei Zarrentin einen Unfall gemeldet: Ein 49-jähriger Autofahrer war von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen Straßenbaum geprallt; auch bei ihm bestätigte sich neben Alkohol ein positiver Drogentest. Mehr dazu.
Messerattacken und Schusswaffen-Gebrauch
In Neubrandenburg bedrohte eine Frau in psychischer Notlage am Mittwoch Polizisten mit einem Messer und drohte ihnen mit dem Tod — Mehr dazu. In Rostock soll ein 33-jähriger Tatverdächtiger am Dienstag, 23. September 2026, nach dem Hinausbegleiten aus einem Lebensmittelmarkt im Stephan-Jantzen-Ring ein Messer gezogen und Mitarbeiter bedroht haben — Mehr dazu. Am Spielplatz am Platz der Freundschaft in der Rostocker Südstadt gab ein 21-Jähriger am Samstag, 19. September 2026, mit einer Schreckschusswaffe mehrere Schüsse in Richtung des Bodens ab, nachdem sein Kontrahent ihn zuvor mit Tierabwehrspray besprüht hatte — Mehr dazu.
Auffällig ist die Häufung von Alkohol- und Drogenfahrten in dieser Woche: Allein an zwei aufeinanderfolgenden Tagen zog die Polizei in Schwerin zwei Fahrzeugführer aus dem Verkehr, dazu kamen am Montag zwei weitere Fälle im Bereich Rostock mit Promillewerten von bis zu 2,9 — einer davon endete mit einem Unfall. Das zeigt, wie konsequent die Kontrollen derzeit laufen.
Einen glimpflichen Ausgang nahm der Sucheinsatz für einen 78-jährigen Pilzsammler, der sich am 19. September 2026 in einem rund zwölf Quadratkilometer großen Waldgebiet bei Rastow südlich von Schwerin verirrt hatte. Nach einem mehrstündigen Großeinsatz mit Polizeihunden und Hubschrauber konnte der Mann wohlbehalten aufgespürt und geborgen werden. Mehr dazu.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.