Die Woche vom 28. September bis 4. Oktober 2026 brachte Schleswig-Holstein gleich mehrere schwere Gewaltdelikte: Ein Mann starb nach einer Auseinandersetzung am Kieler Hauptbahnhof, ein Großfeuer zerstörte einen Bauernhof in Henstedt-Ulzburg, und in Bad Segeberg wurde ein Mann mit einem Messer schwer verletzt. Dazu kamen erfolgreiche Fahndungen, die in zwei Festnahmen mündeten.
Den tragischsten Ausgang nahm ein Vorfall in Kiel: Ein 45-jähriger Mann ist nach einer körperlichen Auseinandersetzung am Kieler Bahnhofsvorplatz gestorben. Montagabend gegen 23:15 Uhr alarmierten mehrere Anrufer die Polizeileitstelle, nachdem es auf dem Vorplatz des Kieler Hauptbahnhofes zu einer Auseinandersetzung mit mehreren Beteiligten gekommen sein soll. Rettungskräfte versorgten den Mann zunächst ambulant und entließen ihn vor Ort. Gegen 23:50 Uhr trat er jedoch als hilflose Person erneut in polizeiliche Wahrnehmung. Er verstarb noch in der Nacht. Das Kommissariat 11 der Bezirkskriminalinspektion Kiel hat die Ermittlungen aufgenommen. Nach bisherigem Stand kam es vor 23:15 Uhr zu einer Körperverletzung unter Beteiligung des verstorbenen Mannes. Die Polizei sucht Zeugen, die am Montagabend die Auseinandersetzung beobachtet haben oder sachdienliche Hinweise geben können. Mehr dazu.
In den frühen Morgenstunden des 26. September 2026 ist es am Segeberger Marktplatz zu einer gewaltsamen Auseinandersetzung gekommen. Dabei wurde ein Mann mit einem Messer schwer verletzt. Gegen 04:20 Uhr am Samstagmorgen gerieten zwei Personengruppen in der Kirchstraße in Bad Segeberg aneinander. Ein zunächst verbaler Streit eskalierte zu einer körperlichen Auseinandersetzung. Ein 23-jähriger Bad Segeberger soll im Zuge dessen ein Messer eingesetzt und mindestens zwei Männer verletzt haben: einen 24-jährigen Nordmazedonier und einen 23-jährigen Iraker. Der 24-Jährige erlitt die schwereren Verletzungen; Ersthelfer versorgten ihn vor Ort und banden die blutende Wunde ab, die Polizei übernahm anschließend die Notversorgung mit einem Tourniquet. Drei Tatverdächtige wurden festgenommen. Mehr dazu.
Ebenfalls in der Nacht zum 24. September 2026 versuchte ein junger Mann, eine Spielhalle in Norderstedt zu überfallen. Gegen 01:50 Uhr betrat er das Geschäft, während ein zweiter Mann im Eingangsbereich Stellung bezog. Der Täter bedrohte die Angestellte mit einer Schusswaffe und forderte die Herausgabe von Bargeld. Dabei verletzte er die Mitarbeiterin leicht und beschädigte Teile des Inventars. Als die Herausgabe des Geldes misslang, ergriffen die beiden Männer die Flucht zu Fuß. Intensive Ermittlungen führten noch am selben Abend zur Identifizierung eines jugendlichen Tatverdächtigen aus dem Kreis Segeberg, den Polizeikräfte des Polizeireviers Norderstedt in der Innenstadt feststellten und auf Anordnung der Staatsanwaltschaft festnahmen. Mehr dazu.
Ein Großfeuer zerstörte am späten Donnerstagabend einen landwirtschaftlichen Betrieb in Henstedt-Ulzburg. Gegen 22:25 Uhr alarmierten Anwohner und vorbeifahrende Personen die Feuerwehr. Zwei Menschen konnten aus dem brennenden Haupthaus gerettet werden. Insgesamt verdächtigten die Rettungskräfte bei sechs Personen eine Rauchgasintoxikation; vier wurden mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht, zwei weitere begaben sich eigenständig in eine Klinik. Zwei Feuerwehrleute wurden vor Ort vom Rettungsdienst versorgt, konnten aber im Einsatz bleiben. In einer angrenzenden Stallung befanden sich nach bisherigen Erkenntnissen bis zu 100 Kälber — eine große Anzahl der Tiere kam in den Flammen ums Leben. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Mehr dazu.
Nach der schweren räuberischen Erpressung in einer Tankstelle in Kremperheide führte eine Öffentlichkeitsfahndung zum Erfolg: Hinweise aus der Bevölkerung erhärteten den Verdacht gegen einen 34-jährigen Deutschen aus Itzehoe, den Polizeibeamte am Donnerstagmittag festnahmen. Am Freitagnachmittag wurde er dem Haftrichter am Amtsgericht Itzehoe vorgeführt, der Untersuchungshaft anordnete. Seitdem sitzt der Mann in einer Justizvollzugsanstalt. Mehr dazu.
Am frühen Sonntagnachmittag des 4. Oktober 2026 griff ein 32-jähriger Deutscher in einem Fitness-Studio in der Flensburg Galerie einen 32-jährigen uruguayischen Staatsbürger mit einem Messer an und verletzte ihn an den Händen. Zuvor hatte es in einer Umkleidekabine eine Bedrohung und Körperverletzung gegeben. Dem Geschädigten gelang es, seinen Angreifer zu entwaffnen, woraufhin dieser die Flucht ergriff. Kurz darauf wurde der Tatverdächtige von alarmierten Polizisten in der Galerie gestellt und festgenommen; er leistete dabei massiven Widerstand gegen die Beamten. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen kam er in eine psychiatrische Klinik. Mehr dazu.
In Lübeck-Kücknitz rief ein 67-jähriger Deutscher am Mittwochabend gegen 19:15 Uhr mehrere Notrufe hervor: Er hatte sich mit einer Machete in der Hand auf den Laubengang seines Mehrfamilienhauses begeben und Nachbarn bedroht. Zu einer tatsächlichen Gefährdung von Personen kam es nicht. Mehrere Streifenwagen trafen kurz nach den Notrufen am Einsatzort ein. Der Mann wurde schließlich in eine Klinik eingewiesen. Mehr dazu.
In Schwentinental brannten in der Nacht zum Dienstag kurz nach 01:00 Uhr vier Pkw auf dem Gelände eines Gewerbegebiets in der Gutenbergstraße vollständig aus und beschädigten eine angrenzende Lagerhalle. Polizisten der Station Schwentinental bemerkten den Flammenschein während einer Streifenfahrt. Die Freiwillige Feuerwehr Raisdorf übernahm die Löscharbeiten; eine Suche nach verdächtigen Personen in der Umgebung blieb erfolglos. Die Kriminalpolizei Plön ermittelt wegen des Verdachts der Brandstiftung und sucht Zeugen. Mehr dazu.
Am Samstag, 26. September 2026, kontrollierten Beamte des 2. Polizeireviers Kiel gemeinsam mit der Bundespolizeiinspektion Kiel und dem Kommunalen Ordnungsdienst im Bereich des Kieler Hauptbahnhofes insgesamt 359 Personen. Dabei stellten sie vier Messer sicher: zwei Einhandmesser, ein Taschenmesser und ein Messer mit einer Klingenlänge von 27 Zentimetern. Gegen alle vier Träger wurden Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Mehr dazu.
Weiteren Ermittlungserfolg meldete die Kieler Polizei bei einer Öffentlichkeitsfahndung: Das Kommissariat 13 der Bezirkskriminalinspektion sucht nach zwei Männern, die am 27. Juli 2026 im Stadtteil Elmschenhagen einen versuchten Raub begangen haben sollen und dabei Gewalt einsetzten. Das Amtsgericht Kiel genehmigte die Veröffentlichung von Videoaufnahmen, nachdem umfangreiche Ermittlungen bislang nicht zur Aufklärung geführt hatten. Das Kommissariat ermittelt insgesamt zu drei Raubtaten vom 26. und 27. Juli 2026 in den Stadtteilen Elmschenhagen und Ellerbek. Mehr dazu.
Einbrüche beschäftigten die Polizei in mehreren Orten: In Pinneberg drangen unbekannte Täter am Mittwoch, 30. September 2026, zwischen 08:30 und 13:00 Uhr in eine Wohnung in der Mühlenstraße ein und durchsuchten die Räume; was entwendet wurde, ist noch unklar. Die Kriminalpolizei Pinneberg bittet unter 04101 202-0 oder per E-Mail an SG4.Pinneberg.KI@polizei.landsh.de um Hinweise. Mehr dazu. Im Preetzer Rathaus verschafften sich Einbrecher zwischen Samstag, 15:00 Uhr, und Sonntag, 10:50 Uhr, über ein aufgehebeltes Kellerfenster Zugang, durchsuchten mehrere Räume, versuchten erfolglos einen Tresor aufzuhebeln und drangen bis ins Bürgerbüro vor. Gestohlen wurde nach bisherigem Erkenntnisstand nichts. Mehr dazu. Aus einer Lagerhalle in Reher entwendeten Unbekannte zwischen Montag, 17:30 Uhr, und Dienstag, 13:00 Uhr, zwei Kettensägen; die Kriminalpolizei Itzehoe ermittelt und nimmt Hinweise unter 04821 6020 entgegen. Mehr dazu.
Messerattacken und Schusswaffen-Gebrauch
Die Woche verzeichnete mehrere aktenkundige Vorfälle mit Messern und einer Schusswaffe. In Bad Segeberg wurde am 26. September 2026 ein Mann mit einem Messer schwer verletzt, als ein 23-jähriger Tatverdächtiger bei einer Auseinandersetzung in der Kirchstraße die Waffe einsetzte — Mehr dazu. Beim versuchten Überfall auf eine Spielhalle in Norderstedt in der Nacht zum 24. September 2026 bedrohte der Täter die Angestellte mit einer Schusswaffe und verletzte sie leicht — Mehr dazu. Am frühen Sonntagnachmittag griff ein 32-jähriger Deutscher in einem Flensburger Fitness-Studio einen Mann mit einem Messer an und verletzte ihn an den Händen — Mehr dazu. Ein 67-jähriger Mann bedrohte am Mittwochabend in Lübeck-Kücknitz Nachbarn mit einer Machete auf dem Laubengang seines Mehrfamilienhauses — Mehr dazu.
Auffällig in dieser Woche ist die Häufung von Messer- und Waffenvorfällen an verschiedenen Orten im Land — von Flensburg über Kiel und Bad Segeberg bis Lübeck. Hinzu kamen gleich drei ungeklärte Einbrüche in Pinneberg, Preetz und Reher innerhalb weniger Tage sowie zwei Brandermittlungen parallel in Henstedt-Ulzburg und Schwentinental, bei denen die Kriminalpolizei noch nach den Ursachen sucht.
Einen Ermittlungserfolg gab es bei der Großkontrolle in Kaltenkirchen: Am Mittwoch, 30. September 2026, überprüften 21 Beamte der Polizei Bad Segeberg zwischen 12:00 und 18:00 Uhr in der Straße Op’n Camp rund 300 Fahrzeuge. Bei sechs jungen Männern im Alter von 19 bis 28 Jahren — fünf Pkw-Fahrern sowie dem Fahrer eines E-Scooters — stellten die Polizisten Hinweise auf Cannabiskonsum fest. Der E-Scooter-Fahrer war bereits am Anhalteposten vorbeigefahren und hatte dabei deutlichen Cannabisgeruch hinterlassen, was die Aufmerksamkeit auf ihn zog. Mehr dazu.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.