Bei den Zwischenwahlen in den USA haben die Demokraten einen wichtigen Sieg errungen: Der frühere Gouverneur Roy Cooper konnte sich im Bundesstaat North Carolina durchsetzen und erobert damit nach CNN-Prognosen einen Senatssitz von den Republikanern.
Die Wahl war eine der größten in der US-Geschichte. Zur Abstimmung standen alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus sowie 35 der 100 Sitze im Senat. Wähler in 36 Bundesstaaten und drei US-Territorien bestimmten außerdem insgesamt 39 neue Gouverneure. Hinzu kamen zahlreiche regionale und lokale Wahlen.
Für die Machtverhältnisse im Kongress könnten die Ergebnisse erhebliche Auswirkungen haben. Bisher verfügten die Republikaner im US-Senat über sechs Sitze mehr als die Demokraten. Verlieren sie mindestens vier davon, ist ihre Mehrheit weg. Im Repräsentantenhaus ist ihre Mehrheit deutlich fragiler: Sie beträgt dort derzeit nur fünf Sitze.
Historisch gesehen ist das Ergebnis bemerkenswert. Bei Zwischenwahlen verliert die Partei des amtierenden Präsidenten üblicherweise Sitze – das ist in der US-Geschichte eher die Regel als die Ausnahme. Nur wenige Wahlen liefen anders: 1998 unter Bill Clinton, nachdem das Amtsenthebungsverfahren in der Lewinsky-Affäre gescheitert war, sowie 2002 unter George W. Bush in der Zeit nach den Anschlägen vom 11. September.
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Autor: dts Nachrichtenagentur