Dessau-Roßlau: Fahren ohne Führerschein, betrunkener E-Scooter-Fahrer und Betrugsversuch

(Symbolbild)

In Dessau-Roßlau hat die Polizei in den vergangenen zwei Tagen mehrere Verkehrsverstöße und einen Betrugsversuch geahndet.

Fahren ohne Fahrerlaubnis

Am 3. Oktober 2026 gegen 23:55 Uhr kontrollierten Polizisten in der Angerstraße einen Mercedes-Benz. Der 24-jährige Fahrer konnte keinen Führerschein vorzeigen. Bei der Überprüfung stellte sich heraus, dass die Polizei seinen Führerschein bereits Mitte Juli 2026 sichergestellt hatte. Die Beamten untersagten die Weiterfahrt und stellten eine Strafanzeige. Auch gegen den 22-jährigen Besitzer des Wagens leitete die Polizei ein Ermittlungsverfahren ein, weil er dem Fahrer erlaubt hatte, das Auto zu fahren, obwohl er wusste, dass dieser keinen gültigen Führerschein hatte.

Betrunkener E-Scooter-Fahrer

Am 4. Oktober 2026 gegen 3:00 Uhr kontrollierten Polizisten in der Mannheimer Straße einen E-Scooter-Fahrer. Bei dem 35-Jährigen bemerkten die Beamten Alkoholgeruch. Ein Alkoholtest zeigte einen Wert von mehr als 1,3 Promille. Ein Arzt entnahm dem Mann daraufhin in einem Krankenhaus Blut zur genauen Bestimmung des Alkoholgehalts. Die Polizei untersagte dem Fahrer die Weiterfahrt und stellte eine Strafanzeige wegen Trunkenheit im Verkehr.

Versuchter Betrug durch Falschaussage

Eine 86-jährige Frau erstattete am 4. Oktober 2026 Anzeige wegen eines Betrugsvorgangs. Sie hatte am 2. Oktober 2026 gegen 14:30 Uhr einen Anruf erhalten. Eine Frau gab sich als Polizistin des Polizeireviers Dessau-Roßlau aus und behauptete, dass die Tochter der Geschädigten einen Verkehrsunfall verursacht habe, bei dem eine Person verletzt wurde. Im Hintergrund war eine weinende Stimme zu hören. Die Geschädigte konnte nicht mit ihrer Tochter sprechen oder Fragen stellen. Die vermeintliche Polizistin forderte einen Geldbetrag im unteren bis mittleren fünfstelligen Bereich als Kaution. Das Geld sollte einem angeblichen Mitarbeiter des Amtsgerichts Dessau-Roßlau übergeben werden, um die Festnahme der Tochter zu verhindern. Ein zweiter Anrufer bestätigte diese Geschichte und gab sich als Rechtsanwalt aus. Als die Geschädigte angab, nicht genug Bargeld zu haben, forderten die Anrufer ihre Kontonummer und die Nummer ihres Personalausweises, um das Geld vom Konto abzubuchen. Die Frau gab diese Daten preis und begab sich zu einem vereinbarten Treffpunkt. Dort erschien jedoch niemand. Ein Mitarbeiter des Amtsgerichts sprach sie an und warnte sie vor dem Betrug. Sie kontaktierte sofort ihre Bank, um unberechtigte Abbuchungen zu verhindern. Bis zur Anzeigenerstattung war kein finanzieller Schaden entstanden.

Wildunfall

Am 5. Oktober 2026 gegen 0:05 Uhr fuhr eine 28-jährige Frau mit ihrem Opel auf der Landstraße von Dessau-Roßlau Richtung Sollnitz. Ein Dachs überquerte plötzlich die Fahrbahn. Die Fahrerin konnte nicht mehr ausweichen und erfasste das Tier. Am Fahrzeug entstanden Sachschaden von circa 2.500 Euro.


Betrugsfälle in Dessau-Roßlau: der Vergleich mit Land und Bund

In Dessau-Roßlau zählte die Polizei 2025 766 Betrugsfälle, das sind 1.016 auf 100.000 Einwohner. Damit steht unsere Stadt schlechter als im Landesschnitt, wo 783 Fälle je 100.000 Einwohner erfasst wurden. Bundesweit sind es 770.

Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.

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