Deutsche Autoindustrie befürwortet neue Zölle gegen China – unter Bedingungen

via dts Nachrichtenagentur

Deutschlands Automobilindustrie öffnet sich für zusätzliche Zölle gegen chinesische Fahrzeuge. VDA-Präsidentin Hildegard Müller erklärt gegenüber dem Handelsblatt, dass „Handelsschutzinstrumente“ ab bestimmten Wettbewerbsverzerrungen eingesetzt werden könnten – insbesondere bei „nachgewiesenem unlauterem Verhalten“.

„Im Handel mit China sind in den vergangenen Jahren Ungleichgewichte entstanden“, begründet Müller die Haltung. Allerdings macht der Verband Bedingungen geltend: Die betroffenen Branchen müssten eng einbezogen werden, und die möglichen Auswirkungen auf den europäischen Markt sowie das Risiko von Gegenmaßnahmen seien zu berücksichtigen.

In einem internen Papier, aus dem das Handelsblatt zitiert, geht der VDA noch weiter. Der Verband bezeichnet „WTO-konforme Handelsschutzinstrumente“ bei nachgewiesenen Wettbewerbsverzerrungen nicht nur als legitim, sondern als „notwendig“. Gleichzeitig kritisiert der Verband die Wirksamkeit bisheriger europäischer Instrumente. Wo diese „zu kurz greifen“, sollten auch „gezielte neue Instrumente“ erwogen werden. Solche notwendigen Anpassungen sollten „zeitnah“ vorgenommen werden.

Mit dieser Position unterstützt Deutschlands Autolobby bewusst den Plan der EU, ausgleichende Zölle gegen chinesische Fahrzeuge einzuführen. Die 27 Staats- und Regierungschefs hatten dem Vorhaben bei ihrem Gipfel in Brüssel bereits zugestimmt. Voraussetzung ist ein offizieller Antrag eines EU-Mitgliedstaats. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hätte damit die Rückendeckung der Automobilindustrie. Auch in der Bundesregierung zeichnet sich zuletzt ein Kurswechsel in dieser Frage ab.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz aus offiziellen Quellen erstellt und redaktionell geprüft.

Autor: dts Nachrichtenagentur

» Weitere internationale News