Deutsche Reisewirtschaft trotz Iran-Krise mit überraschendem Sommererfolg

via dts Nachrichtenagentur

Die deutsche Reisewirtschaft hat den Sommer trotz erheblicher Buchungsrückgänge nach Beginn des Iran-Kriegs überraschend erfolgreich gemeistert. Der Gesamtmarkt inklusive Individualreisen ist in der laufenden Saison um ein Prozent auf 57 Milliarden Euro gewachsen, wie Albin Loidl, Präsident des Deutschen Reiseverbands (DRV), der „Welt am Sonntag“ mitteilte.

Besonders die Pauschalreisen zeigten Widerstandskraft: „Zuletzt gab es einen kräftigen Last-Minute-Schub, sodass der Umsatz mit Pauschalreisen bis Ende Juli um vier Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen ist“, erklärte Loidl. Deutlich schwächer entwickelte sich dagegen das Segment der Fernreisen. Hier verzeichnete der DRV einen Umsatzrückgang von 14 Prozent.

Wie die Deutschen auf die gestiegenen Preise reagieren, hat Loidl genauer analysiert: Statt auf Urlaub zu verzichten, entscheiden sich Reisende für Sparsamkeit am Urlaubsort selbst. „Die Reisenden überlegen sich, ob es wirklich ein zweites Glas Wein sein muss, oder buchen weniger Aktivitäten“, beschreibt der DRV-Präsident das veränderte Verhalten. Entscheidend ist dabei die Strategie der Verbraucher: Sie sparen weniger am Urlaub als im Urlaub.

Autor: dts Nachrichtenagentur

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