Deutschland und Ukraine vereinbaren Datenaustausch zur Waffenentwicklung

via dts Nachrichtenagentur

Deutschland und die Ukraine haben eine weitreichende Vereinbarung zum Austausch digitaler Gefechtsdaten zur gemeinsamen Entwicklung neuer Waffensysteme getroffen. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) und sein ukrainischer Amtskollege Mychajlo Fedorow unterzeichneten am Dienstag eine entsprechende Absichtserklärung im Kanzleramt während der deutsch-ukrainischen Regierungskonsultationen.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) würdigte die Pläne als außerordentlich bedeutsam. „Diese Verabredung können wir gar nicht hoch genug bewerten“, erklärte Merz zu der Vereinbarung. „Die Tatsache, dass wir jetzt in Europa zusammen mit der Ukraine ein solches System entwickeln, schafft auch ein höheres Maß an Unabhängigkeit für Europa.“

Die Datenaustausch-Vereinbarung bildet einen zentralen Baustein einer neuen „strategischen Partnerschaft“ zwischen Berlin und Kiew. Im Rahmen dieser erweiterten Kooperation sollen künftig regelmäßige strategische Konsultationen zu Sicherheits- und Verteidigungspolitik stattfinden und hochrangige Verteidigungskonsultationen eingeleitet werden. Darüber hinaus planen beide Länder, weitere gemeinsame Projekte zu fördern und die deutsch-ukrainische Rüstungszusammenarbeit zu stärken.