Das Bundesumweltministerium plant eine finanzielle Großhilfe für die Ukraine: Bis zu 50 Millionen Euro sollen zur Reparatur der Schutzhülle des Kernkraftwerks Tschernobyl bereitgestellt werden. Das geht aus einem Schreiben des Bundesfinanzministeriums an den Haushaltsausschuss des Bundestags hervor, über das der Newsletter „Energie und Klima“ von „Politico“ berichtete.
Bundesfinanzminister Carsten Schneider beantragt demnach eine außerplanmäßige Verpflichtungsermächtigung im Haushaltsjahr 2026 in dieser Höhe. Die tatsächliche Zahlung ist für das Jahr 2027 vorgesehen.
Der Schutzschirm über dem zerstörten Atomreaktor wurde 2025 durch einen Drohnenanschlag beschädigt. Nach Angaben des Finanzministeriums ist eine Reparatur zwingend erforderlich, um dauerhaft mögliche Freisetzungen von radioaktivem Material in die Umgebung zu verhindern. Die Gesamtreparaturkosten werden auf mindestens 500 Millionen Euro veranschlagt – eine Summe, die die Ukraine nach aktuellem Stand nicht selbst aufbringen kann.
Finanzminister Schneider befindet sich derzeit auf einer mehrtägigen Reise in der Ukraine, bei der auch ein Besuch des Atomkraftwerks Tschernobyl geplant ist.
Autor: dts Nachrichtenagentur