Eine 87-jährige Dortmunderin ist am Montag (13. April) Opfer von Trickbetrügern geworden und hat eine fünfstellige Bargeldsumme an einen unbekannten Mann übergeben. Die Kriminellen gaukelten der Frau in einem russischsprachigen Telefonat vor, ihr Sohn habe einen schweren Verkehrsunfall verursacht und benötige dringend Geld, um eine Gefängnisstrafe zu vermeiden.
Der betrügerische Anruf erreichte die Dortmunderin am Montagmorgen gegen 5 Uhr. Zunächst meldete sich ihr vermeintlicher Sohn am Telefon, bevor ein anderer Mann das Gespräch übernahm, der sich als Polizei-Ermittler ausgab. Dieser machte der 87-Jährigen glaubhaft, dass ihr Sohn verletzt im Krankenhaus liege und eine fünfstellige Summe Bargeld notwendig sei, damit er nicht für mehrere Jahre ins Gefängnis müsse.
Gegen 10:55 Uhr übergab die Seniorin schließlich das geforderte Bargeld an einen ihr unbekannten Mann vor ihrer Wohnungstür. Die Polizei sucht nun Zeugen, die im Bereich der Hörder Semerteichstraße eine verdächtige Person beobachtet haben.
Der Geldabholer wird folgendermaßen beschrieben: etwa 168 Zentimeter groß, 30 bis 35 Jahre alt, stämmige Statur, runde Kopfform, hellblonde Haare (vorne lang) und trug eine grüne Weste. Die Person sprach akzentfreies, fließendes Russisch. Hinweise nimmt der Kriminaldauerdienst unter der Telefonnummer 0231/132-7441 entgegen.
Die Polizei warnt eindringlich vor solchen betrügerischen Anrufen und rät: Bei Notfällen am Telefon und Geldforderungen misstrauisch bleiben, die betreffende Person selbst unter der bekannten Nummer zurückrufen, keine persönlichen Daten preisgeben und niemals Bargeld oder andere Wertgegenstände übergeben. Bei Unsicherheit sollten Betroffene auflegen und die Polizei unter der 110 anrufen.