Die Woche vom 25. bis 31. Mai 2026 stand für die nordrhein-westfälische Polizei im Zeichen schwerer Gewaltdelikte. Bei einer Messerattacke in Bergkamen starb ein 40-jähriger Dortmunder, während in Essen, Paderborn und Dortmund mehrere Menschen durch Messerstiche schwer verletzt wurden. Zudem fielen in der Dortmunder Innenstadt Schüsse, bei denen drei Personen verletzt wurden.
Der schwerste Vorfall ereignete sich am Samstagabend in Bergkamen: Bei einer körperlichen Auseinandersetzung in Bergkamen ist am Samstagabend ein 40-jähriger Dortmunder getötet worden. Gegen 20:00 Uhr gerieten mehrere Personen auf der Heinrich-Jasper-Straße in Streit, bei dem möglicherweise auch ein Messer eingesetzt wurde. Der 40-Jährige erlag trotz sofort eingeleiteter Wiederbelebungsversuche noch am Tatort seinen Verletzungen. Ein weiterer Mann wurde schwer verletzt und zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Die Polizei nahm vier Personen vorläufig fest und brachte sie in Polizeigewahrsam. Eine Mordkommission des Polizeipräsidiums Dortmund hat die Ermittlungen aufgenommen. Mehr dazu
In Essen-Katernberg ist ein 32-Jähriger bei einer Auseinandersetzung in einem Kulturverein durch Messerstiche schwer verletzt worden. Die Polizei hat eine Mordkommission eingerichtet und einen Tatverdächtigen festgenommen. Nach ersten Ermittlungen kam es am frühen Samstagmorgen gegen 00:45 Uhr in dem Kulturverein an der Katernberger Straße zunächst zu verbalen Streitigkeiten zwischen vier Männern. Diese entwickelten sich zu einer körperlichen Auseinandersetzung, bei der der 32-jährige Essener mit türkischer Staatsangehörigkeit durch Messerstiche schwer verletzt wurde. Rettungskräfte versorgten den Mann vor Ort und brachten ihn in ein Krankenhaus. Mehr dazu
Nach einem Messerangriff in der Paderborner Innenstadt wurde ein 39-jähriger Mann schwer verletzt und musste notoperiert werden. Die Polizei ermittelt wegen versuchten Totschlags und sucht vier bis sechs junge Frauen als Zeuginnen. Nach Angaben eines Zeugen kam es kurz vor 19.10 Uhr zu einer lautstarken Auseinandersetzung zwischen zwei Männern in der Königsstraße. Der 39-Jährige wurde noch in der Nacht notoperiert. Sein Zustand hat sich soweit stabilisiert, dass aktuell keine Lebensgefahr besteht. Mehr dazu
In der Dortmunder Innenstadt sind am Dienstagabend mehrere Schüsse gefallen. Dabei wurden drei Personen verletzt – zwei durch die Schüsse, eine weitere durch eine vorangegangene Körperverletzung. Der Vorfall ereignete sich gegen 21.15 Uhr in der Kuckelke. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei kam es zwischen mehreren Personen zunächst zu einer körperlichen Auseinandersetzung. In deren Verlauf gab ein bislang unbekannter Schütze mehrere Schüsse ab. Ein 32-Jähriger wurde durch die Schüsse am Arm verletzt, ein 29-Jähriger am Fuß. Eine beim Polizeipräsidium Dortmund eingerichtete Mordkommission hat die Ermittlungen übernommen. Mehr dazu
Ein 34-jähriger Mann aus Wuppertal ist am Mittwoch bei einem Frontalzusammenstoß auf der A2 bei Hamm-Uentrop ums Leben gekommen. Der Mann war als Falschfahrer auf der Richtungsfahrbahn Hannover unterwegs und kollidierte frontal mit einem Lastwagen. Mehrere Verkehrsteilnehmer hatten den Falschfahrer zuvor bei der Polizei gemeldet. Mehr dazu
Bei einem Großeinsatz gegen mutmaßliche Drogen- und Waffenhändler haben Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittwoch neun Objekte in Gelsenkirchen, Gladbeck und Niedersachsen durchsucht. Die Ermittlungen richten sich gegen acht Männer im Alter von 28 bis 50 Jahren, denen gemeinschaftlicher Handel mit Betäubungsmitteln und Waffen vorgeworfen wird. Mehr dazu
Messerattacken und Schusswaffen-Gebrauch
Neben den bereits genannten schweren Fällen ereigneten sich weitere Messerattacken: Bei einem Messerangriff in Dortmund wurden drei junge Männer im Alter von 17, 19 und 20 Jahren verletzt, nachdem sich eine Auseinandersetzung aus einer Diskothek auf die Straße verlagert hatte. In Bielefeld verletzte ein Mann einen 31-Jährigen mit einem Messer nach einem eskalierten Streit zwischen Szeneangehörigen. In Zülpich bedrohte ein betrunkener 49-jähriger Fahrradfahrer einen Mann mit einem Küchenmesser und leistete anschließend stundenlang Widerstand gegen Polizisten. In Iserlohn erwischte ein Mitarbeiter einen Ladendieb, der bei der Tat ein Messer bei sich führte.
Bei verstärkten Kontrollen in verschiedenen Städten registrierte die Polizei einen deutlichen Anstieg bei Drogenvergehen. In Dortmund kontrollierte die Polizei 302 Personen und stellte dabei Kokain, Heroin sowie weitere Betäubungsmittel sicher. In Paderborn erwischten Beamte vier Autofahrer unter Cannabis-Einfluss. Die Stadt Bonn setzt seit April 2024 auf Abwasseranalysen zur Drogenerkennung und verzeichnet dabei Höchstwerte beim Kokain-Konsum.