Dortmund: Polizei nimmt misshandelten Hund nach viralem Video in Obhut

Der Hund wurde anschließend an ein Tierheim übergeben. Bild: PP Dortmund

Nach einem viral verbreiteten Video, das die Misshandlung eines Hundes zeigt, hat die Polizei Dortmund den betroffenen Malinois am Freitag (17. April) sichergestellt und in die Obhut eines Tierheims gegeben. Gegen einen 44-jährigen Dortmunder wurde ein Strafverfahren wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz eingeleitet.

Am Dienstag (14. April) wurde die Dortmunder Polizei auf das Video in den sozialen Netzwerken aufmerksam gemacht. Die Aufnahmen zeigen, wie ein Mann den Malinois mehrfach mit einer Leine schlägt. Die Beamten leiteten daraufhin umgehend ein Strafverfahren ein.

Das belastende Material verbreitete sich im Laufe der Woche auf unzähligen Kanalen in den sozialen Medien. In der Folge gingen eine dreistellige Zahl an Hinweisen und Strafanzeigen bei der Polizei ein. Erste Ermittlungen ergaben einen konkreten Tatverdacht gegen den 44-jährigen Dortmunder.

Nach Kontaktaufnahme mit der Staatsanwaltschaft Dortmund erwirkte diese einen richterlichen Durchsuchungsbeschluss für die Wohnung des Verdächtigen. Einsatzkräfte vollstreckten diesen am Freitag mit Unterstützung von Mitarbeitern eines Tierheims. Der Hund wurde sichergestellt und anschließend an das Tierheim übergeben.

Die Polizei Dortmund appelliert an die Öffentlichkeit, das Video nicht weiter zu verbreiten, um der Tat keine weitere Plattform zu bieten. Gleichzeitig weisen die Ermittler darauf hin, dass Bedrohungen und Aufrufe zur Selbstjustiz ebenfalls Straftaten darstellen, die konsequent verfolgt werden. Die Ermittlungen gegen den 44-Jährigen dauern an.