An der A93 bei Kiefersfelden hat die Bundespolizei am Mittwoch drei slowakische Autoinsassen festgenommen. Einer von ihnen muss für 21 Monate ins Gefängnis, ein anderer zeigte den Hitler-Gruß.
Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass der 39-jährige Autofahrer keinen Führerschein vorlegen konnte. Die Ermittlungen ergaben, dass ihm die Fahrerlaubnis entzogen worden war. Er wurde vorläufig festgenommen und der Rosenheimer Verkehrspolizeiinspektion übergeben, die ihn wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis anzeigte.
Deutlich schwerwiegender waren die Konsequenzen für seinen 48-jährigen Beifahrer. Gegen den slowakischen Staatsangehörigen lag ein Haftbefehl vor. Er muss für 640 Tage ins Gefängnis – den noch nicht verbüßten Rest einer ursprünglich vom Landgericht Nürnberg-Fürth wegen Vergewaltigung verhängten Freiheitsstrafe von fünf Jahren und drei Monaten. Nachdem er 42 Monate davon abgesessen hatte, war er aus Deutschland abgeschoben worden. Dabei war er belehrt worden, dass er bei einer Rückkehr in die Bundesrepublik mit der Vollstreckung des Rests rechnen müsse. Die Bundespolizisten brachten ihn in die Justizvollzugsanstalt Bernau, wo er voraussichtlich bis Februar 2028 bleiben muss.
Der dritte Slowake, ein 38-Jähriger von der Rückbank, hatte in seiner Jackentasche ein Springmesser dabei – ein verbotener Gegenstand. Die Polizei leitete ein Strafverfahren wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz ein. Seine Reaktion darauf war ein Hitler-Gruß gegenüber den Bundespolizisten. Wegen dieser Entgleisung erhielt er zusätzlich eine Strafanzeige wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen, bevor er seine Reise fortsetzen durfte.