Die Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Ludwigsburg hat am 12. Mai 2026 einen 22-jährigen Deutschen aus dem Landkreis Esslingen festgenommen. Er steht im Verdacht, an einer Brandstiftung sowie einem versuchten Totschlag in der Hindenburgstraße in Ludwigsburg beteiligt gewesen zu sein.
Die Taten ereigneten sich bereits am 12. und 13. Januar 2026. In der Nacht des 12. Januar kam es zu einer Brandstiftung an einem Gebäude, in dem sich der Firmensitz eines Sicherheitsunternehmens befand. In der folgenden Nacht gab jemand Schüsse auf dasselbe Gebäude ab – die Polizei stuft dies als versuchten Totschlag ein.
Durch monatelange Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Stuttgart und der Kriminalpolizei rückte der 22-Jährige ins Visier der Fahnder. Er soll an beiden Taten beteiligt gewesen sein. Die genaue Art seiner Tatbeteiligung ist noch Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
Die Staatsanwaltschaft Stuttgart beantragte vorab einen Haftbefehl beim Amtsgericht Stuttgart, der wie beantragt erlassen wurde. Am 12. Mai 2026 nahmen Einsatzkräfte des Mobilen Einsatzkommandos den Mann an seiner Wohnanschrift fest. Gleichzeitig durchsuchten sie seine Wohnung aufgrund eines entsprechenden Beschlusses und stellten Gegenstände sicher, die als Beweismittel dienen können.
Der 22-Jährige wurde noch am selben Tag einem Haftrichter beim Amtsgericht Stuttgart vorgeführt. Dieser setzte den erlassenen Haftbefehl in Vollzug und wies den Mann in eine Justizvollzugsanstalt ein. Die sichergestellten Beweismittel werden derzeit ausgewertet.
Bei dem aktuellen Fall handelt es sich um den Ermittlungskomplex „Frost“, in dem die Behörden weiterhin ermitteln.